Russische Gräueltaten sichtbar machen: Ukrainisches Autowrack wird in Berlin-Charlottenburg ausgestellt
Die Ausstellung „Testament of Bucha“ zeigt den Wagen, in dem vier Frauen starben. Anders als im Bezirk Mitte, gab es bei der Genehmigung keine Hindernisse. Von Christian Latz und Thomas Lippold
Vier ukrainische Frauen wurden in dem Pkw von russischen Soldaten getötet, jetzt erinnert das ausgebrannte Wrack auf dem George-Grosz-Platz in Charlottenburg an die russischen Gräueltaten im Krieg. Das Fahrzeug ist Teil der ukrainisch-deutschen Ausstellung „Testament of Bucha“. Die Ausstellung erinnert an ein ähnliches Vorhaben vor einiger Zeit, einen zerstörten russischen Panzer vor der russischen Botschaft Unter den Linden auszustellen. Der Bezirk Mitte lehnte den Antrag ab. In Charlottenburg gab es zu der jetzigen Ausstellung „keine Bedenken,“ auch kein Gutachten war nötig. „Es gab einen Antrag auf Sondernutzung von Straßenland und diesen Antrag haben wir ganz normal, wie hunderte andere Anträge auch, bearbeitet“, teilte Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger dem Checkpoint mit.