BUND spuckt SPD in die Wahlkampfsuppe: Berlin könnte mit Alternative zum 29-Euro-Ticket mehr als 100 Millionen Euro sparen

Der Umweltschutzverband kritisiert die „gut gemeinte, aber nicht durchdachte Gießkannenpolitik der SPD“. Das 29-Euro-Ticket könne kostensparend ersetzt werden. Von Christian Latz

BUND spuckt SPD in die Wahlkampfsuppe: Berlin könnte mit Alternative zum 29-Euro-Ticket mehr als 100 Millionen Euro sparen
Das von der SPD propagierte 29-Euro-Ticket könnte laut BUND durch eine Alternative immens kostensparend für Berlin ersetzt werden. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Der eigentliche Wahlkampfschlager der SPD, um den sie kampagnentechnisch selbst die Grünen beneiden, ist ohnehin das dauerhafte 29-Euro-Ticket. Nun jedoch spuckt der Berliner Landesverband des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Sozialdemokraten gehörig in die Wahlkampf-Suppe: Die für die Fortführung des 29-Euro-Tickets jährlich nötige, dreistellige Millionensumme könnte sich das Land durch Ausnutzung des Steuerrechts größtenteils sparen – und trotzdem müssten die meisten Menschen nicht mehr als 29 Euro im Monat für ihr Ticket zahlen, heißt es in BUND-Berechnungen, die dem Checkpoint vorliegen.

Vereinfacht gesagt, müssten Arbeitgeber ihren Beschäftigten dazu lediglich das geplante Deutschlandticket als Lohnumwandlung zahlen, was steuerlich absetzbar wäre. Arbeitnehmer zahlten dann „in der Regel unter 30 Euro netto für das 49-Euro-Ticket“, sagt BUND-Landesgeschäftsführer Tilmann Heuser und sch(l)ießt: „Statt für eine zwar gut gemeinte, aber nicht durchdachte Gießkannenpolitik der Sozialdemokraten für eine Berliner Insellösung sollten knappe Haushaltsmittel besser in den ÖPNV-Ausbau und gezielte Entlastung von Menschen mit geringen Einkommen gesteckt werden.“