Urkunden-Champion im Vergleich: Berlins schnellstes Standesamt liegt in Spandau
Im Vergleich zu den Berliner Bürgerämtern herrscht in den Standesämtern der Hauptstadt noch immer akuter Papierstau. Bis zu zwei Monate Wartezeit sind möglich. Doch zwischen den Bezirken gibt es deutliche Unterschiede. Ein Überblick. Von Valentin Petri und Christoph Papenhausen.
Während die Bürgerämter seit einiger Zeit üppig Termine anbieten, herrscht in den Standesämtern weiterhin akuter Papierstau. Besonders viel Geduld brauchen junge Eltern in Mitte und Kreuzberg. Dort dauert es im Schnitt zwei Monate, bis eine Geburtsurkunde vorliegt.
In Tempelhof-Schöneberg und Lichtenberg ist die Geburt schon nach etwa einer Woche amtlich, in Reinickendorf sogar nach drei Tagen. Auf Sterbeurkunden wartet man in Friedrichshain-Kreuzberg etwa zwei Wochen, nur ein paar Tage dagegen in Steglitz-Zehlendorf.
Unangefochtener Urkunden-Champion ist das Standesamt in Spandau. Wer hier mit Kreditkarte bezahlt, bekommt eine Geburts- oder Sterbeurkunde „tagesaktuell“ ausgehändigt. So schnell kann’s gehen in Berlin – wenn es Spandau ist.