Rassismus-Vorwürfe gegen Nina Queer

Am Wochenende geht’s in Berlin regenbogenrund. Der Christopher Street Day feiert auf den Straßen viele Ehen für alle (dazu gibt es heute drei queere Sonderseiten im Tagespiegel und sowieso unser vielfältiges Onlineportal Queerspiegel). Eine kleine Affäre sitzt der schwul-lesbischen Community allerdings quer. Nina Queer, bei der Berlin-Wahl noch Vorzeige-Dragqueen der SPD für Toleranz, hat ebendiese in einem Facebook-Post vermissen lassen. Eine Meldung, wonach ein schwules Paar am Montag von fünf Jugendlichen, die offenbar Migrationshintergrund haben, beleidigt und geschlagen worden ist, kommentierte sie so: „Sofort abschieben. Ob in Deutschland geboren oder nicht. Wer Stress haben will, für den lässt sich doch bestimmt ein tolles Kriegsgebiet finden.“ Es folgten ein Shitstorm und Rassismus-Vorwürfe auch aus der SPD. Inzwischen ist der Beitrag gelöscht, Nina Queer zerknirscht - und der homophobe Überfall in aller Aufregung fast vergessen. Beim Festumzug am Sonnabend ist Nina Queer auf dem BVG-Truck dabei. Motto der Demo: „Mehr von uns - jede Stimme gegen rechts“.