Fehlende Barrierefreiheit: 46 S- und U-Bahnhöfe ohne Fahrstuhl

CDU und SPD werden ihrem eigenen Anspruch aus dem Koalitionsvertrag nicht gerecht. Hinzu kommt, dass viele der vorhandenen Fahrstühlen regelmäßig ausfallen. Ist Besserung in Sicht? Von Daniel Böldt und Christoph Papenhausen.

Fehlende Barrierefreiheit: 46 S- und U-Bahnhöfe ohne Fahrstuhl
Foto: Mike Wolff

„Die Barrierefreiheit muss gelebte Realität werden. Wir wollen an allen Bahnhöfen die Barrierefreiheit insbesondere durch Aufzüge herstellen.“ So steht es im Koalitionsvertrag von CDU und SPD.

Dass wollen nicht gleich machen ist, musste Regierungschef Kai Wegner in seinen ersten beiden Amtsjahren schon oft leidvoll erfahren. So auch hier: Berlinweit haben immer noch 46 S- und U-Bahnhöfe keine Aufzüge. Manche davon sind immerhin mit Rampen erreichbar (Schriftliche Anfrage der Grünen-Fraktion).

 Derzeit befinden sich nach Angaben von S-Bahn und BVG zwar 15 neue Fahrstühle in Planung, doch auch an den Stationen mit Lift gibt es Probleme. In den vergangenen zwölf Monaten kam es dort zu knapp 30.000 Störungen. Auch gestern Mittag (Stand 11 Uhr) waren im gesamten Stadtgebiet 24 Fahrstühle außer Betrieb.