Kiez-Hollywood - Teil 3

„Erzähl mal weiter“ – gemeinsam mit Berliner AutorInnen und Ihnen wollen wir während der Sommerferien Fortsetzungsgeschichten verfassen. Den Auftakt dieser Woche machte Hatice Akyün (hier zu lesen). Heute folgt Teil 3.

Kiez-Hollywood
von Hatice Akyün, Eckart Brandtstaedter und (heute) Isabella Garcia Fuchs

„Ich glaube, ich bin Ihnen eine Erklärung schuldig“, entgegnete er verlegen… Er beugte sich dicht zu ihr, so dicht es der Sicherheitsabstand zuließ und wisperte verschwörerisch: „Aber nicht hier...“ Ihr Herz begann schneller zu schlagen. Schnell warf er einen Blick um sich, bevor er fortfuhr: „...und nicht jetzt. Triff mich heute Abend um 21 Uhr am schmiedeeisernen Tor im Anita-Berber-Park.“ So schnell, wie er am Backregal erschienen war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Verdutzt stand sie im Gang. Was war das denn gewesen? Was konnte der Fremde von ihr wollen? Warme Luft staute sich unter ihrer Maske, plötzlich war ihr heiß. Raus hier, einen klaren Kopf kriegen, dachte sie und stürmte aus dem Laden – ohne Mandeln, die Tarte Tatin war zur Nebensache geworden. Noch immer sah sie die grauen Augen vor sich, die sie so unverhofft und doch vertraut angefunkelt hatten. Etwas Geheimnisvolles umgab den Fremden. Natürlich würde sie da sein, um 21 Uhr – aber es würde sie eine ganze Portion Mumm kosten. Wie immer, viel zu früh, war sie am verabredeten Ort. Was sie nicht wusste war, dass er nicht alleine zu ihr kommen würde...

Und jetzt sind Sie gefragt – Wie soll es weitergehen? Schicken Sie uns Ihre Fortsetzung (maximal 600 Zeichen) bis spätestens heute um 16 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de. Die beste Idee veröffentlichen wir morgen im Newsletter. Und die gesamte Geschichte (deren Ende wiederum Hatice Akyün am Freitag schreiben wird) lesen Sie am Wochenende im Tagesspiegel und auf Tagesspiegel.de.