So beliebt sind Kettensägen der Förstereien bei Dieben
Eine Einbruchserie macht den Berliner Forstämtern zu schaffen. Geklaut wurden vor allem Werkzeuge und Maschinen – im Wert von rund 250.000 Euro.
Passend zu Halloween ein Blick in die Finsternis der Berliner Wälder: Mindestens 15 Mal ist in den vergangenen fünf Jahren in Gebäude der Berliner Forsten eingebrochen worden. Die sind zwar überwiegend rund ums Jahr bewohnt, befinden sich aber naturgemäß meist in eher dünn besiedelten und schlecht beleuchteten Gefilden. Schwerpunkt der Einbruchserie ist der Bereich des Forstamtes Köpenick, gestohlen wurden laut Umweltverwaltung „alle Arten von Motor- und Elektrowerkzeugen, insbesondere Motorsägen und kleinere Maschinen“ (ohne Gewehr). Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 250.000 Euro. Dabei wurden schon etwa 60.000 Euro in Alarmanlagen und Umbauten für mehr Sicherheit investiert.
Diese Bilanz ist in mehrfacher Hinsicht bitter: 1. ist nur ein einziger misslungener Einbruchsversuch aktenkundig, 2. ist nichts von dem Diebesgut wieder aufgetaucht, 3. sind zwar von einem Beutezug zwei Tatverdächtige bekannt, die die Polizei aber nicht aufspüren konnte, 4. wurde nach CP-Informationen in mindestens einem Fall sogar die kürzlich nachgerüstete Alarmanlage lahmgelegt und 5. sind die Objekte nicht versichert, sodass Reparaturen und Ersatzgeräte aus dem laufenden Haushalt finanziert werden müssen. Und der ist angespannt, weil die Forsten wegen des bundesweiten Waldsterbens zurzeit wenig Geld für ihr Holz bekommen, weil ihnen seit 2018 hunderttausende Setzlinge vertrocknet sind und weil das Personal seit dem Spätsommer in Sonderschichten die Bäume an Straßen und Wegen kontrolliert, um Unglücke wie das am Montagabend auf der Koenigsallee zu verhindern.