Landesbibliothek in die Friedrichstraße? Entscheidung soll bis Mitte September fallen

In der Friedrichstraße ist heute erstmal time to say goodbye! Nach 29 Jahren verabschieden sich die Galeries Lafayette. „Es ist fast eine Erleichterung, dass jetzt die Türen endgültig schließen. Aber natürlich tut es sehr weh“, sagte Direktorin Ulrike Möslinger unlängst der „Textilwirtschaft“. In den kommenden Monaten wird sie den Rückbau des Kaufhauses betreuen, Ende Dezember läuft der Mietvertrag mit „Tishman Speyer“ aus. Und dann? „Alles neu“? (Um es mit den Worten von Peter Fox zu sagen und gleich mal den Soundtrack für diesen Checkpoint zu setzen?)

Kultursenator Joe Chialo (CDU) jedenfalls kämpft weiter für den Einzug der Zentralen Landesbibliothek, eine „Jahrhundertchance“, wie er immer wieder betont. Laut Checkpoint-Informationen verhandelt derzeit die landeseigene Immobiliengesellschaft BIM mit den Eigentümern (das erste Kaufpreisangebot von 589 Millionen konnte bereits um einen zweistelligen Millionenbetrag gedrückt werden). Parallel führt der Kultursenator Gespräche mit potenziellen Geldgebern. Wiederum parallel soll „Tishman Speyer“ den Umbau zu einem gemischten Bürogebäude mit Gastronomie und Einzelhandel vorbereiten. Die finale Entscheidung, ob und zu welchen Konditionen die ZLB tatsächlich einzieht, soll laut Kulturverwaltung „bis Ende des Sommers“ fallen. Kalendarisch endet der am 21. September. Es singt Peter Fox (oder Joe Chialo?): „Nur noch konkret reden, gib mir ein ja oder nein / Schluss mit Larifari, ich lass' all die alten Faxen sein!“