Union Berlin übergibt Olympiastadion im blau-weißen Urzustand

Herthaner atmen auf: Union Berlin packt nach der Europa-Party alles Rot-Weiße wieder ein. Was sie im Rausch jedoch vergaßen: Die Corona-Regeln. Von André Görke.

Union Berlin übergibt Olympiastadion im blau-weißen Urzustand
Foto: Matthias Koch/dpa

Hier der sportliche Frühcheck mit dem Checkpoint: Wird das Olympiastadion heute wieder blau? Gestern Abend hatte ja Union die Hertha-Heimat (seit 1963) für sein Europapokal-Spiel gemietet (das 0:0 gegen Kuopion PS reichte nach dem 4:0-Hinspielsieg für die Gruppenphase in der Conference League). Die Hertha-Fans fanden es nur so lala, dass die blaue Laufbahn mit einem roten Riesenteppich verhüllt war und Unioner scherzhaft vom „Olympiastadunion“ sprachen. Dort drängten sie sich trotz viel Platz (22.159 Zuschauer bei einer Kapazität von 74.475) eng aneinander – es kommentiert Tagesspiegel-Sportreporter Stefan Herrmanns (mit Bild): „Das Hygienekonzept im Olympiastadion wird heute exklusiv präsentiert vom Gesundheitsamt Treptow-Köpenick.“


Aber die blau-weißen Gemüter können jetzt wieder runterkühlen. „Ab 10 Uhr dürfen die Touristen wieder rein, mittags übergibt uns Union das Stadion zurück, so wie es vorher aussah”, verkündet Christoph Meyer am Checkpoint-Telefon. Meyer ist der Mann mit dem Zentralschlüssel und im Olympiastadion der Veranstaltungsdirektor (und schon seit 2005 im Stadion dabei). „Wer als Hertha-Fan die blaue Laufbahn vermisst hat, kann gerne am Freitag in unsere Live-Cam schauen: Wir machen alle 10 Minuten neue Bilder.” (Hier zu sehen). Bis Hertha wieder spielt, dauert’s allerdings noch drei Wochen - am 12. September ist erst mal Istaf – selbstverständlich auf der blauen Laufbahn (und mehr zu Union gibt’s weiter unten).

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