Berlins marode Schulen: Kreuzbergs BER
Aus der Reihe „Berlins marode Schulen“, heute: die Kurt-Schumacher-Grundschule in Kreuzberg. Überstürzt geräumt im Dezember 2012 nach einem Routinebesuch der Brandschutzkontrolleure, seitdem provisorischer Schulbetrieb im Hort, Wiedereröffnung mehrfach verschoben, neueste Prognose: Aufnahme des Schulbetriebs nicht vor 2024. Aktueller Zustand, beschrieben von meiner Kollegin Susanne Vieth-Entus: „Auf dem Pausenhof haben sich schmale Birkenstämme zwischen die Seile der Kletterspinne geschoben, die Fahrradbügel sind dornröschengleich von Ranken umschlossen, und durch die trüben Fenster sieht man Kabel aus den Decken der verstaubten Klassenräume hängen.“
Die Diagnose: Morbus Berlin – Schlamperei, Desinteresse, Insolvenzen, Bürokratismus… das volle Programm. An den Zaun haben Eltern ein Transparent mit der Aufschrift „BER Kreuzberg“ gehängt, auf Twitter schreiben sie: „Wir sind die Eltern von Kindern, die seit sieben Jahren keine richtige Schule haben. Es passiert nichts. Wir sollen die Klappe halten. Uns wird gedroht, sollten wir mit der Presse sprechen. Und Florian Schmidt blockt nach der 1. Nachfrage. Mega.“ Oder besser gesagt: Gaga.