Berliner Beuth-Hochschule setzt Innenrevision ein – wegen Checkpoint-Bericht
Hinter verschlossenen Türen waren Vorwürfe gegen den Präsidenten gefallen – der Checkpoint machte sie öffentlich. Ullmann startet dafür eine interne Untersuchung. Von Lorenz Maroldt
An der Beuth-Hochschule, anerkannte Berliner Facheinrichtung für Autodestruktionswissenschaften, wird nach den Mailzensurvorwürfen gegen Präsident Werner Ullmann in einer nicht-öffentlichen Sitzung der Akademischen Versammlung, über die der Checkpoint im Sinne einer demokratischen Beteiligung der für die kapriziöse Hochschulleitung zahlenden Öffentlichkeit wörtlich berichtete (CP v. 26.7.), jetzt auch Maulwurfforschung betrieben. Unter anderem weil der AV-Vorsitzende und Schaltungstechnik-Experte Sven Tschirley messerscharf analysierte, dass es die Beuth-Hochschule „wiederum in (…) den allseits bereits bekannten Checkpoint geschafft“ hatte (Tschirley vergaß allerdings, nach „allseits bekannten“ noch korrekterweise „und beliebten“ zu schreiben), bat Präsident Ullmann die Innenrevision um „die Einleitung einer formalen internen Untersuchung“. Ein klarer Fall für Doppelnull-Agenten. Nötig wäre das allerdings nicht gewesen – ich gestehe hiermit, mir die verwendeten geheimen Informationen per Telekinese verschafft zu haben. (Übrigens: Die AV nominierte gestern Wolfgang Kesseler als neuen 1. Vizepräsidenten.)