Sieben Stunden lang suchte die Senatskanzlei gestern vergeblich nach einer Übersicht der Auslandsdienstreisen des Regierenden Bürgermeisters – am späten Nachmittag teilte eine Mitarbeiterin seines Fehlinformationsamts dem Checkpoint dann mit: „So eine Auflistung liegt nicht vor.“
Na, da helfen wir doch gerne ein bisschen nach (Hinweis: Dieser Service ist kostenlos): Bitte geben Sie auf der offiziellen Website „Der Regierende Bürgermeister / Senatskanzlei“ den Suchbegriff „Müller reist“ ein. Und das Ergebnis (inkl. der Reisen als Bundesratspräsident, die auch hier festgehalten sind) schauen wir uns jetzt mal an:
+ Brüssel (27.2.2015)
+ Nairobi (13.-15.4.2015)
+ Prag (1.-2.10.2015)
+ Paris (3.12.2015)
+ Israel und palästinensische Gebiete (10.-12.10.2015)
+ Bogota (12.-15.10.2016)
+ Quito (16.-18.10.2016)
+ Moskau (15.3.2017)
+ Kiew (6.-7.7.2017)
+ Ulan Bator (17.-18.7.2017)
+ Los Angeles (4.-7.10.2017)
+ Wien (22.11.2017)
+ Den Haag (5.2.2018/BR)
+ Jordanien (8.-11.4.2018/BR)
+ Tallinn (22.- 24.4. 2018/BR)
+ Rom und Vatikan (26.5. 2018/BR)
+ Madrid (21.-22.6. 2018/BR)
+ New York (15.7.2018)
+ Johannesburg (August 2018):
+ Australien (9.-17.10 2018/BR)
+ Barcelona (13.-14.11.2018)
+ Buenos Aires und Montevideo (4.-10.4.2019)
+ Tokio (19.-22.5.2019)
+ Bern (3.7.2019)
+ Warschau (31.7.2019)
+ Peking (25.-28.8.2019)
+ Kopenhagen (10.10.2019)
+ Singapur (13.-16.10.2019)
Wenn Müller demnächst im Bundestag landet, kann er jedenfalls guten Gewissen behaupten, dass er herumgekommen ist auf der Welt.
Etliche Orte, die Müller bereiste, sind auch auf der herrlichen Website „Drive and Listen“ zu finden (vom Checkpoint erstmals erwähnt im Februar) – hier lässt es sich aus der Fahrer-Perspektive durch die Städte cruisen, mit einstellbarem Tempo, zuschaltbarem Original-Straßensound und begleitet von lokalen Radioprogrammen nach Wahl. Zum heutigen „National Radio Day“ in den USA empfehlen wir eine Fahrt durch New York zur Musik des Senders „Groove Salad“ (Achtung, Stau am Broadway).
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Für den mit Abstand – besten Aufenthalt in Bad Elster
Unsere Herbstromantik: Die bunteste Zeit des Jahres lädt zum Genießen ein. Nehmen wir das Eichhörnchen zum Vorbild und sammeln wir Glücksmomente für morgen.
www.hotelkoenigalbert.de/Herbstromantik
30 Thesen haben die SoWi-Gläubigen vom „Wahlkompass“ ins Internet genagelt (z.B. „Der Cannabiskonsum soll in Deutschland legalisiert werden“ oder auch „Es soll mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben“) – politisch Zweifelnden wird dann anhand ihrer Antworten (Stimme vollkommen zu / Stimme zu / Neutral / Stimme nicht zu / Stimme überhaupt nicht zu /Keine Meinung) der rechte oder linke Weg zu einer von zwölf Parteien gewiesen. Ich habe einfach 30 Mal „Keine Meinung“ eingeloggt, das Ergebnis: „Am dichtesten an Ihrer Position: Freie Wähler“. Na, wenn das Marcel Luthe hört…
Falls Sie mal eine richtig gute Wahlseite sehen wollen, dann empfehle ich Ihnen einen Blick auf das, was unsere landespolitische Redaktion um Julius Betschka gemeinsam mit dem Tagesspiegel-Innovation-Lab von Hendrik Lehmann aufgestellt hat. Aber Vorsicht: Wenn Sie dort erstmal gelandet sind, wollen Sie nicht so schnell wieder weg (also am besten erstmal den Checkpoint zu Ende lesen).
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RAINALD GREBE BEGLEITET VON FORTUNA EHRENFELD SPIELEN: POPMUSIK
Rainald Grebe stellt mit Fortuna Ehrenfeld das neue Album POPMUSIK vor. Und dann wird der Abend offen. Let the music play. Sie geben sich die Klinke in die Hand und lassen den Pophund von der Leine.
Ein Abend auf der Suche nach dem Herz der Popmusik ... am 30. August 2021 im TIPI AM KANZLERAMT
An der Beuth-Hochschule, anerkannte Berliner Facheinrichtung für Autodestruktionswissenschaften, wird nach den Mailzensurvorwürfen gegen Präsident Werner Ullmann in einer nicht-öffentlichen Sitzung der Akademischen Versammlung, über die der Checkpoint im Sinne einer demokratischen Beteiligung der für die kapriziöse Hochschulleitung zahlenden Öffentlichkeit wörtlich berichtete (CP v. 26.7.), jetzt auch Maulwurfforschung betrieben. Unter anderem weil der AV-Vorsitzende und Schaltungstechnik-Experte Sven Tschirley messerscharf analysierte, dass es die Beuth-Hochschule „wiederum in (…) den allseits bereits bekannten Checkpoint geschafft“ hatte (Tschirley vergaß allerdings, nach „allseits bekannten“ noch korrekterweise „und beliebten“ zu schreiben), bat Präsident Ullmann die Innenrevision um „die Einleitung einer formalen internen Untersuchung“. Ein klarer Fall für Doppelnull-Agenten. Nötig wäre das allerdings nicht gewesen – ich gestehe hiermit, mir die verwendeten geheimen Informationen per Telekinese verschafft zu haben. (Übrigens: Die AV nominierte gestern Wolfgang Kesseler als neuen 1. Vizepräsidenten.)
Heute vor drei Jahren zog die wunderbare Naomi Fearn mit ihren „Berliner Schnuppen“ beim Checkpoint ein – gemeinsam mit Michi, Poppi und Klausi. Unser Comic-Experte Lars von Törne stellte die Allround-Künstlerin, die später auch mit der Checkpoint-Band auf der Bühne stand, damals in einem Tagesspiegel-Artikel vor (hier nachzulesen). Aus Anlass der 500. Folge gewährte Naomi dann ein paar Einblicke in ihre tägliche Arbeit. Und falls Ihnen die heutige Folge 734 (gleich im Anschluss, nur mit Abo) irgendwie bekannt vorkommen sollte: Ähnlichkeiten mit Nr. 1 (hier ist sie noch mal) sind weder zufällig, noch unabsichtlich.
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Berliner Schnuppen
Telegramm
CDU-Wahlkampf I: Der Abgeordnete Kurt Wansner warf der Linkspartei gestern im Parlament vor, ihre Politik sei „nicht weit entfernt von den Taliban“. Er hat’s aber auch schwer – ohne so einen Quatsch (den ihm die eigenen Leute auch noch durchgehen lassen) würde ja überhaupt niemand mehr über ihn schrieben.
CDU-Wahlkampf II: „Wir stehen dazu und unterstützen Mario Czaja mit der Erststimme“, lautet der Text einer Wahlwerbung des CDU-Bundestagskandidaten in der „Berliner Woche“, dazu sind die Fotos von acht Czaja-Fans zu sehen. Peter Meyer von den Puhdys ist dabei, auch Dagmar Frederic, Petra Zieger und Katrin Wrobel. Von einer weiteren Frau, die als Unterstützerin präsentiert wird, hat der Ex-Senator gestern Mittag eine Mail erhalten – und da lesen wir jetzt mal rein:
„Mit großer Verwunderung und Empörung habe ich ein Bild von mir mit Namen und Arbeitsort in Ihrer Wahlkampfanzeige in der Lokalzeitung ‚Berliner Woche‘ gesehen. Da ich in keinem Moment meine persönliche Zustimmung gegeben habe, fordere ich Sie auf, mein Bild und meine Daten aus Ihren Anzeigen zu streichen.“
CDU-Wahlkampf III: Auch Monika Grütters eckt mit Wahlwerbung an – in Reinickendorf wirkt ihre Hauspost wie eine Mitteilung des Wahlamts. Außerdem schreibt sie von „Berlin Reinickendorf“ und bringt den Sanierungsbedarf der Dorfkirchen durcheinander. Aus der Mail einer verärgerten Wählerin an die Staatsministerin: „Selbst für „eingefleischte“ CDU-Anhänger sind Sie als Kandidatin für den kommenden Deutschen Bundestag für uns schlichtweg nicht wählbar.“
CDU-Wahlkampf IV: Heinz Buschkowsky erhält den Checkpoint-Titel „Überläufer des Tages“ – seinen einzigen Wahlkampfauftritt absolviert der SPD-Mann heute bei der Bürgersprechstunde von CDU-Kandidatin Stefanie Bung (Rüdesheimer Straße / Eberbacher Straße, 11 bis 13 Uhr). Da hilft der SPD auch kein „Gute-Laune-Gesetz“ mehr.
Die Remmos sind auf den Kulturseiten der GQ gelandet („The Dresden Job“) – und der sechste und letzte der Dresdner Juwelendiebe im Knast.
Als der liebe Gott am 8. Tag das Internet schuf, hat er offenbar nicht mit dem Personalrat gerechnet. Und so können in Berlin 43.000 „mobile Endgeräte“ nicht an die Schulen ausgeliefert werden, und zwar u.a. „aus ergonomischen Gründen“ (plus ca. 999 andere) – vielleicht fliegen die Dinger ja nicht optimal, wenn das pädagogische Personal damit wirft. Zahl der Zeichen des Maitextes, die der Vorsitzende des Personalrats zur Dokumentation seiner fundamentalen Kritik in sein immobiles Endgerät hackte: 5401.
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Moloch Berlin - ein faszinierender Anziehungspunkt voller Gefahren, der zugleich die Menschen, die er anlockt, verschlingt. Jetzt im Tagesspiegel-Shop erhältlich.
Von wegen „Hauptstadt des Radverkehrs“: Berlins Radler:innen fahren im Vergleich von 25 Städten die kürzesten Strecken – und sind dabei auch fast noch die Lahmsten (nur in Hannover und Duisburg wird noch mehr getrödelt). (Q: bikemap)
„Willkommen“ steht einladend in freundlichen Großbuchstaben auf einem Banner am Monbijou-Park – und etwas kleiner darunter: „Kein Alkohol“, „Keine Musik“, „Kein Aufenthalt nach 20 Uhr“. Die BVV Mitte beschloss gestern allerdings, das „Betretungsverbot“ wieder aufzuheben – das „Kein“ war inzwischen sowieso schon schwarz übermalt.
Den zehnten Geburtstag unserer Seiten „Mehr Berlin“ (immer am Sonnabend im Tagesspiegel)feiern wir morgen mit einer Auswahl von Geschichten aus der Rubrik „5 Minuten Berlin“. Schauen Sie mal rein, es lohnt sich.
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„Eine Runde Berlin“: In der neuen Podcastfolge trifft „Tagesspiegel Checkpoint“-Redakteurin Ann-Kathrin Hipp GZSZ-Urgestein Wolfgang Bahro. Ein Gespräch über seine Rolle als Jo Gerner, politische Botschaften in Soaps und das alte Westberlin. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
„Wer sucht was?“ fragten wir hier im Sommer 2020 – und konnten Manfred Füger von „Gofenberg & Chor“ auf der Suche nach einem Corona-gerechten Proberaum mit Martina Steffen-Elis zusammen bringen: Die Pfarrerin von der Schöneberger Apostel-Paulus-Gemeinde hatte einen solchen Raum frei. Schon damals kündigte der Chor an, sich bei der Gemeinde mit einem Konzert bedanken zu wollen, ein Jahr später ist es nun soweit: „Der Seele eine Stimme geben“ heißt das Programm mit jiddischen und hebräischen Lieder am 31. August um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen und um Anmeldung wird gebeten unter mafueg@aol.de.
Ein Job für sehr frühe Vögel: Wir suchen ab September jemanden für die Frühproduktion beim Checkpoint (Teilzeit, 2 bis 3 Schichten pro Woche, Dienstbeginn 5 Uhr). Bei Interesse melden Sie sich gerne mit ein paar Infos zu Ihnen unter checkpoint@tagesspiegel.de.
Tweet des Tages
Berlin darf kein zweites Berlin werden!
Stadtleben
Essen & Trinken mit Verlosung – „Vorgestern träumte mir: ich befände mich in Italien“ verlautbarte seinerzeit Heinrich Heine. Im Neuhardenberger Schlosspark soll der Traum diesen Samstag Wirklichkeit werden. Und zwar kulinarisch mit einem Mehrgänge-Menü, dessen Umfang diesen Checkpoint sprengen würde, sowie musikalisch, literarisch und filmisch – ein umfassendes Rundum-Erlebnispaket also, das zudem unter dem Rundbogendach im Lenné-Park auch in Sachen Kulisse Entrückung verspricht. Schauspielerin Martina Gedeck spricht dabei mit Kurator Dieter Kosslick, liest Heinrich Heine, Goethe und Tschechow. Ein Screening des Films „Bella Martha“ liefert Gesprächsstoff und „Die Akustischen Vier“ übertönen zart Nebengeräusche, wie sie beim Speisen hin und wieder auftreten. Wir verlosen 2x2 Tickets für das ganze „Serata italiana“-Paket unter allen, die uns bis 12 Uhr eine Mail schreiben.
Wer mit dem Rausfahren nicht bis morgen warten will, mache sich doch heute schon auf nach Sacrow. Hier lässt sich nicht nur wunderbar zwischen diversen Schinkel-Bauten flanieren und am Sacrower See alle Glieder von sich strecken. Im Schloss Sacrow erhält man zurzeit einen tiefen Blick hinter die idyllische Kulisse: Die Ausstellung Sacrow – Das Verwundete Paradies nimmt anhand von sieben Zeitzeugengeschichten, Dokumenten und Fotos die subkutanen Narben unter die Lupe, die sowohl das Dritte Reich als auch die DDR-Zeiten hier hinterlassen haben. Einen Lenné-Park gibt es im Übrigen auch.
Neues aus der Sauerteigszene – im Sprengelkiez gibt es seit Kurzem einen neuen Brotbäckermeister. Hansis Brot versorgt den jungen, hippen und aufstrebenden Weddinger Kiez mit Sauerteig-Brot, Schrippen, Croissants, Cruffins und allem, was das Bio-Herz in Sachen Backwaren begehrt.
Last Minute – Aus ästhetischer Sicht prägen Flughäfen ihr Umfeld vor allem akustisch. Nur adäquat also, dass der große künstlerische Abschied vom TXL mit einem Klangkunst-Festival den ehemaligen Flughafen in ein gigantisches Soundscape verwandelt. Und das nicht mit irgendeinem Festival: Schon die erste Ausgabe des Sonambiente prägte 1996 die deutsche Klangkunstwelt wie kein anderes, brachte Institutionen hervor, legte den Grundstein für bis heute nachhallende Diskurse und erreichte damit erstmals hierzulande eine größere Öffentlichkeit. 2006 fand die zweite Ausgabe der Klangkunst-Werkschau statt, diese dritte tönt nun mit künstlerischen Beiträgen von Blixa Bargeld, Emeka Ogboh, Turner-Preisträgerin Susan Philipsz, Laurie Anderson & Hsin-Chien Huang, Mieko Suzuki, Scanner, Felix Kubin und David Moss, sowie zahlreichen Diskursbeiträgen. Um 18 Uhr ist Eröffnung, das Programm bis 5. September finden Sie hier. Zeitfenster-Tickets kosten 7 Euro.
Lese- und Grübelstoff – Tolerieren kann man bekanntlich nichts, was einen sowieso nichts angeht. Von Toleranz ist die Rede, wenn man etwas aushält, das einem eigentlich unangenehm ist. In der Toleranz üben kann man sich mit dem Roman Dissonanzen von Max Dax. Man begleitet dabei einen aufgeblasenen, prahlerischen, sexistischen Protagonisten auf dessen Ego-Trip durch – und das ist das Interessante – eine Umbruchzeit des legendären Berliner Subkultur-Magazins Spex, dessen Chef Dax 2009 wurde, und gewinnt manchen intimen Einblick hinter die Kulissen der selbsternannten Geschmacks- und Popdiskurs-Elite der Hauptstadt aus jener Zeit.
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Bis zur Abgeordnetenhauswahl stellen wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD jede Woche eine Frage, die sie mit nur einem Foto beantworten dürfen. Diesmal: Wie sieht die Digitalisierung in Berlin aus? Zum Schluss der Woche: Franziska Giffey (SPD).
Foto: privat
Berlin heute
Verkehr – A10 Nördlicher Berliner Ring: Sperrung ab 22 Uhr bis Sonntag, 14 Uhr zwischen Autobahndreieck Kreuz Oranienburg und AS Birkenwerder.
Hellersdorf - Marzahn: Ein Fahrzeugkorso mit ca. 100 Fahrzeugen führt zwischen 17 und 22 Uhr Uhr von der Hellersdorfer Straße (Höhe Kienberg) über Alte Hellersdorfer Straße, Eisenacher Straße, Blumberger Damm, Landsberger Allee, Pyramidenring, Alte Rhinstraße, Märkische Allee, Raoul-Wallenberg-Straße, Allee der Kosmonauten, Kienbergstraße, Rudolf-Leonhard-Straße, Karl-Holtz-Straße, Lea-Grundig-Straße, Mehrower Allee, Liebensteiner Straße, Belziger Ring, Rabensteiner Straße, Flämingstraße und Niemegker Straße zur Wittenberger Straße.
Kreuzberg: Verkehrseinschränkungen zwischen 12 und 13.30 Uhr vom Mariannenplatz über Waldemarstraße, Adalbertstraße, Kottbusser Tor, Admiralstraße, Kohlfurter Straße, Kottbusser Brücke, Kottbusser Damm, Böckhstraße, Graefestraße, Dieffenbachstraße und Grimmstraße zur Urbanstraße.
Kreuzberg: Eine Kunstaktion beeinträchtigt von 17 bis 19 Uhr den Verkehr der Waldemarstraße im Bereich Mariannenplatz.
Dorotheenstraße (Mitte): Sperrung zwischen Ebertstraße und Wilhelmstraße von 0 bis 6 Uhr.
Pappelallee (Prenzlauer Berg): Sperrung zwischen 20 und 21.30 Uhr.
Freiheit (Spandau): Sperrung ab 18 Uhr bis Montagmorgen zwischen Am Schlangengraben und Stresowstraße.
Platz der Luftbrücke (Tempelhof): Ab 9 Uhr ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Innenstadt/ Straße des 17. Juni (Tiergarten): Sperrungen ab 12 Uhr und weitere den Halbmarathon betreffenden Sperrungen am Wochenenende finden Sie hier.
Demonstration – Etwa 1000 Teilnehmende werden von 11.30 bis 13.30 Uhr am Platz der Republik unter dem Motto Schlüssel der Zukunft erwartet. 200 Teilnehmende demonstrieren von 18 bis 20 Uhr in „Reaktion auf Viktor Orbáns neues LGBTQ-feindliches Gesetz“ Unter den Linden 76, gegenüber der Botschaft von Ungarn. Sonnabend: 800 Teilnehmende erwartet der Animal Rights Watch e.V. von 12 bis 19 Uhr zu „Tierrechte und Klimaschutz: Demoreihe für die Schließung aller Schlachthäuser“ in der Wilmersdorfer Straße Höhe Nr. 46 zum Umzug über Krumme Straße, Pestalozzistraße, Weimarer Straße, Kantstraße, Savignyplatz, Grolmanstraße, Uhlandstraße, Kurfürstendamm bis Breitscheidplatz. 1000 Teilnehmende wollen von 13.30 bis 18 Uhr beim Aufzug „Wer Hat Der Gibt - Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten!“ von der Grünfläche am westlichen Urbanhafen über Planufer durch Mitte zum Gendarmenmarkt ziehen. Etwa 600 Teilnehmende kommen von 16 bis 22 Uhr zur „Flinta Pride Kundgebung für die Abschaffung rassistischer, sexistischer, transphober und homophober Strukturen“ am Mariannenplatz zusammen. 2500 Teilnehmende wollen von 19:33 bis 20:04 Uhr „Gegen willkürliche Versammlungsverbote gegenüber Regierungskritikern“ am Platz des 18. März protestieren. Sonntag: 200 Teilnehmende erwarten die Jusos Lichtenberg von 12 bis 18 Uhr zur Demo „Nazis eiskalt abservieren. Hier weht ein bunter Wind für Lichtenberg!“ in der Weitlingstraße. Von 13 bis 15 Uhr hat der Verein Seebrücke etwa 1000 Teilnehmende am Spreebogenpark unter dem Motto „Afghanistan – Verantwortung übernehmen, Aufnahme jetzt!“ angemeldet. 500 Teilnehmende wollen im Anschluss von 15 bis 17 Uhr vom Spreebogenpark zum Werderschen Markt /Auswärtiges Amt ziehen. Ca. 200 Demonstrierende erwartet der Decolonize Berlin e.V. von 15 bis 19 Uhr zum Umzug „Antikoloniales Amo-Fest“ ab Werderscher Markt 6 über Oberwallstraße zum Hausvogteiplatz.
Gericht – Weil er in Umkleide- und Duschkabinen eines Sportvereins heimlich eine Kamera installiert und Videoaufnahmen angefertigt haben soll, muss sich ein 47-Jähriger verantworten (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 862).
Berliner Gesellschaft
Geburtstage – Henryk M. Broder (75), Publizist, Schriftsteller und Journalist / Jens Garling (55), „Herzlichen Glückwunsch dem Kommunikationswissenschaftler Jens zum 'besonderen' Geburtstag, alles Gute, viel Glück privat und beruflich! Und alles Gute beim Impfen! Wünscht Dir die 'Großfamilie'“ / Marianne Rühl-Andresen „Alles Liebe zum 65. Geburtstag und einen erholsamen Tag wünschen Hendrik und Laura.“ / Xenia Prinzessin von Sachsen (35), Sängerin, Schauspielerin, Schriftstellerin und Kolumnistin / Jacob Weigert (40), Schauspieler und Synchronsprecher / Holger Zoch (60), „Holger, du geliebte und geschätzte Berliner Socke, endlich volljährig! Herzlichen Glückwunsch! Lass nicht nach und trotze weiter den Widrigkeiten dieser schönen, interessanten Welt! Ich drück dich! Monika H.“
Sonnabend – Andreas K. Büttner, „nimmermüder Visionär, Vernetzer, Hobbyhandwerker und -sammler sowie verlässlicher Bruder wird 51! Gesundheit, Kreativität und interessante cineastische Erlebnisse auch im neuen Lebensjahr wünschen dir Jürgen und deine Lieblingsschwester Tina!“ / Ulrich Conrad, „Schriftsteller und Barfußläufer, zum 55. Geburtstag“ / Ursula Eisenberg (76), Schriftstellerin / Astrid Frohloff (59), Fernsehjournalistin / Johnny Haeusler (57), Musiker, Blogger, Mediendesigner, Autor und Radiojournalist / Inge Mohr (90), „Alles Gute zum Geburtstag, rasche Genesung und anhaltende Gesundheit wünschen Hiltrud und Peter-Michael Sprungala zugleich für die gesamte Hausgemeinschaft in der Klopstockstraße.“ / Christiane „Wocki“ Pooch (60), „Küsse für die tollste Frau der Welt“ / „Liebe Sanja, ich wünsche dir vom ganzen Herzen alles Liebe zum Geburtstag. Bleib stark in dieser schweren Zeit. Hab dich lieb. Deine Jassi“
Sonntag – „Liebe Mama Christine, allerherzlichste Glückwünsche zum Geburtstag! Nach einem Jahr sehen wir uns dieses Wochenende auch endlich wieder – dickes Küsschen und Knuddel! Mäuschen und Marek“ / Thomas Heise (66), Regisseur und Dokumentarfilmer / Raimund Krone (75), Schauspieler und Synchronsprecher / Peter Schaar (67), Volkswirt, ehem. Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit (2003-13) / Michael Sziedat (69), ehem. Fußballspieler / Sabine Weißler (63), Grünen-Stadträtin in Mitte / Mattias Zachrisson (30), ehemaliger Handballer bei den Füchsen
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Helga Brunscheen, * 4. September 1940 / Jean K. „Gianni“ van Daalen, * 24. Juli 1945 / Christine Reuter, * 26. November 1954
Stolperstein – Werner Weinberg (Jg. 1925) lebte am Marheinekeplatz 8 in Kreuzberg, wo ein Stolperstein heute an ihn erinnert. Nachdem sein Vater Siegfried Weinberg von den Nazis verschleppt worden und der Bruder Willi unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen war, unternahm Werner Weinberg 1944 einen Fluchtversuch in die Schweiz. Vieles deutet darauf hin, dass ihm die abgeriegelte deutsch-schweizerische Grenze unüberwindbar erschien, sodass er sich heute vor 77 Jahren in Säckingen, nahe der Grenze, das Leben nahm.
Encore
Der Checkpoint-Titel „Trottelei des Tages“ geht an die Mitarbeiterin der Obersten Denkmalschutzbehörde, die sich und ihre Gang nach der „digitalen Bürgerwerkstatt“ zum Weltkulturerbe-Antrag für die Waldsiedlung bei einer Nachbesprechung alleine wähnte – dass noch etliche Teilnehmer einfach in der Videoleitung geblieben waren, bekam sie nicht mit. Aber so wissen jetzt alle, wie sie den Vorstand des Siedlungsvereins ruhigzustellen gedenkt: Von den vielen Fragen will sie „ein bisschen reinschreiben“ und ihm so „das Gefühl verleihen, dass er eine gewisse Rolle spielt“. CP-Analyse: Verwaltungen können auch Bürgerwerkstätten zur Selbstdemontage nutzen. (Mehr dazu im „Leute“-Newsletter von Boris Buchholz.)
Aufbauarbeit leisteten heute Thomas Lippold (Recherche), Thomas Wochnik (Stadtleben) und Cristina Marina (Produktion). Morgen früh begleitet sie hier Ann-Kathrin Hipp mit einer neuen Rubrik ins Wochenende: An jedem Sonnabend präsentieren wir von jetzt an die vier Berliner:innen der Woche in den Kategorien Gold, Silber, Bronze und Blech. Bis dahin,
