Neu im Parlament: Erste Eindrücke von Berlins Bundestags-Frischlingen

Am Dienstag fand die erste Sitzung des neuen Bundestags statt. Nun berichten Berlins Neulinge im Bundestag von ihren ersten Eindrücken – eine Kantinenkritik inklusive. Von Margarethe Gallersdörfer und Sönke Matschurek.

Neu im Parlament: Erste Eindrücke von Berlins Bundestags-Frischlingen
Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Der 21. Bundestag: Am Dienstag war erster Schultag für Berlins Neuabgeordnete. Die wichtigste Frage zuerst: Wie schmeckt das Essen in der Kantine Deutschlands höchster Volksvertreter? 

+ Lukas Krieger (CDU) lobt: „Es gab eine Knacker vom Rind mit Senf und Brötchen, dazu ein Mars – einfach, aber lecker.“ 

+ Ferat Koçak (Linke) schlürft: „Der Kaffee ist richtig gut und wir werden viel Kaffee brauchen in den nächsten Jahren.“ (Wirkt schon mal gut koffeiniert: Koçaks Instagram-Video zu seinem Umzug in den Bundestag.)

+ Moritz Heuberger (Grüne) knabbert: „In der Kantine finde ich vor allem die Salattheke super. Da gibt’s eine gute und leckere Auswahl.“ 

+ Ronald Gläser (AfD) verzichtet: „Gestern war ich zu aufgeregt, um zu essen. Ich habe mir nachmittags ein Croissant in der Cafeteria genommen (frisch und knusprig). Normalerweise bringe ich mir zur Arbeit sowieso eher ein belegtes Brötchen mit.“ 

Und sonst so? Heuberger hat eine „Mischung aus erstem Schultag und Demut gegenüber den Menschen in Tempelhof-Schöneberg“ erlebt. Wäre da nicht „die demokratiefeindliche Fraktion ganz rechts, der nur an Stören und Unruhestiften gelegen ist“. Gläser keilt zurück: Er werde die „Ausgrenzung unserer Kandidaten“ und des „rechtmäßigen Alterspräsidenten Alexander Gauland“ nicht vergessen. Krieger fand die Rede des tatsächlichen Alterspräsidenten Gregor Gysi (Linke) „unerwartet schwach. Uns wurde ein witziger und geistreicher Alterspräsident angekündigt, bekommen haben wir einen Witz von Alterspräsidenten.“ Der Linke Koçak wiederum erlebt „zu viele rechte Politiker im Bundestag. Deshalb braucht es mehr Antifaschismus.

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