Berlinerinnen und Berliner wollen mehr Hochhäuser

Die wichtigsten Themen für Berlins Zukunft sind aus Sicht der Berlinerinnen und Berliner (die Befragten konnten zwei Themen nennen) die altbekannt ungelösten: bezahlbare Wohnungen (44 Prozent), ein sicherer Verkehr (30), gute Bildung (18), soziale Gerechtigkeit (17) und mehr Umweltschutz (16). Für die Problemthemen selbst haben die Menschen klare Prioritäten:

+ Wie kommt Berlin zu mehr Wohnungen? 38 Prozent würden in die Höhe bauen, 37 Prozent in den Außenbezirken, auf Grünflächen nur 10 Prozent, auf Kleingartenanlagen 4 Prozent. Berlins Traufhöhe ist in den Köpfen längst gefallen.

+ Mit welchem Verkehrsmittel sind die Menschen überwiegend unterwegs? 38 Prozent und damit eine klare Mehrheit mit dem öffentlichen Nahverkehr, 31 Prozent mit dem Auto, 16 Prozent mit dem Fahrrad (in der Innenstadt beträgt das Verhältnis von Auto und Rad 27 zu 20 Prozent). Für die Verkehrspolitik der alt-neuen Koalition heißt das: Sie muss sich vor allem um Bus und Bahn kümmern.

+ Wann bekommt Berlin bessere Bildung? 50 Prozent finden Berlins Schulen nicht gut gerüstet, 61 Prozent bemängeln zu wenige Kita-Plätze. Die Pandemie hat das Desaster aufgezeigt, das die 25 Jahre von der SPD geführte Bildungsverwaltung hinterlässt – wir hören dazu eine Elternstimme aus den Fokusgesprächen: „Die Schulen sind eine Katastrophe während Corona. Wenn man einen Lehrer hat, der vor der Rente steht, ist man aufgeschmissen. Wir haben jede Woche Arbeitsblätter bekommen und ich musste bis zu sechs Stunden mit den Kindern am Tag daran sitzen.“