Sicherheitsbehörden blicken besorgt auf israelfeindliche Demonstrationen

Aus dem Spektrum von Islamisten und Hamas wird am Wochenende zu Demonstrationen aufgerufen. Deshalb wächst die Sorge vor Gewaltausbrüchen. Von Ann-Kathrin Hipp.

Sicherheitsbehörden blicken besorgt auf israelfeindliche Demonstrationen
Foto: Thilo Rückeis/Tsp

Mit wachsender Sorge blicken die Sicherheitsbehörden auf die israelfeindlichen Demonstrationen am Wochenende. 25 Veranstaltungen sind bislang für Samstag angemeldet, viele davon in Nordrhein-Westfalen, drei in Berlin. Die Organisatoren sollen aus dem Spektrum der palästinensischen Terrororganisationen Hamas und PFLP sowie aus der islamistischen Muslimbruderschaft kommen. Gewaltausbrüche und Angriffe auf jüdische und israelische Einrichtungen seien zu befürchten. „Ich kann mir vorstellen, dass wir schlimme Sachen sehen und hören werden“, sagt Leonard Kaminski, Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Berlin, am Checkpoint-Telefon. „Allein die Vorstellung, dass Leute in meiner Stadt versuchen würden, mir den Kopf abzureißen, wenn ich da auftauche…“ Dass ein Konflikt der in 4.000 Kilometern Entfernung ausbricht, hier weitergeführt wird, sei nur schwer zu begreifen – auch wenn er mit Beginn der Ausschreitungen genau damit gerechnet habe.