AfD will Vornamen der Silvester-Straftäter abfragen
Wegen des großen Misserfolges wird die vor zwei Jahren von Kai Wegners CDU betriebene Abfrage von Vornamen der Silvester-Straftäter wiederholt – von niemand geringerem als der AfD, die eine entsprechende parlamentarische Anfrage angekündigt hat. Mal sehen, ob die Clans ihren Sprösslingen künftig rassismussichere Namen geben, um ihre Ruhe zu haben. Wenn eines Tages nach Lukas Remmo, Benjamin Al-Zein oder Noah Abou-Chaker gefahndet werden sollte, braucht die AfD einen neuen Plan.
Für die Fahndung nach den Verursachern der schlimmsten Schäden hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet, auf dem auch Videos hochgeladen werden können. Eine der drei Fahndungen betrifft die Explosion einer Kugelbombe in Tegel, bei der ein Siebenjähriger lebensgefährlich verletzt worden ist. Dem Jungen geht es offenbar furchtbar schlecht. Der Schock war im Kiez am Wochenende noch allgegenwärtig, berichtet Tsp-Kollege Valentin Petri, der sich dort umgehört hat.
Ein erfahrener Strafrechtler sagte dem CP am Sonntag, dass bei den Verursachern der Kugelbomben-Explosionen juristisch auch ein bedingter Tötungsvorsatz in Betracht komme, sofern sie nicht nur um die Gefährlichkeit der Dinger wussten, sondern auch billigend in Kauf nahmen, dass jemand lebensbedrohlich verletzt wird – etwa, weil sie die Bombe absichtlich neben Passanten detonieren ließen. Doch noch ist kein Täter ermittelt.