Berliner Musikschulen schlagen Alarm: Verlieren 18.000 Kinder durch Kürzungen ihren Platz?

Auch Musikschulen scheinen den aktuellen Haushaltskürzungen zum Opfer zu fallen. Es sollen an Angeboten gekürzt werden, wodurch deutlich weniger Schüler aufgenommen werden können. Von Christian Latz.

Berliner Musikschulen schlagen Alarm: Verlieren 18.000 Kinder durch Kürzungen ihren Platz?
Foto: Imago / Westend61

Und da flattert uns gleich noch eine E-Mail zum Haushalt ins Postfach. Titel: „Öffentliche Musikschulen in Berlin - Es brennt!“ Die Lage entwickele sich im Rahmen der aktuellen Haushaltsverhandlungen in eine „dramatische Richtung“, schreiben Elternvertretungen und Fördervereine der bezirklichen Musikschulen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Demnach hätten Finanzsenator Stefan Evers (CDU) und der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion Torsten Schneider bereits „übereinstimmend geäußert“, trotz des Urteils zur Scheinselbstständigkeit keine Etaterhöhungen vornehmen zu wollen. Die Mehrkosten sollten durch Angebotskürzungen erbracht werden. Bedeute im Ergebnis: 15- bis 18.000 Musikschüler weniger hätten Platz, befürchten die Eltern. Schneider erklärte auf Checkpoint-Anfrage, die Information nicht gegeben zu haben. Die Finanzverwaltung ließ eine Anfrage zunächst unbeantwortet. Es bleibt ein heißer Herbst.