Büros statt Wohnungen: Investor könnte Bauruine des „Monarch-Towers“ am Alexanderplatz übernehmen
Nach Jahren des Stillstands rückt eine Lösung näher: Ein Investor will die Bauruine am Alex in einen höheren Büroturm verwandeln, doch Berlin fordert, dass zumindest etwas Wohnraum entsteht. Von Daniel Böldt.
Am Alexanderplatz kann man schon mal den Überblick verlieren: Zwei Hochhäuser wachsen dort derzeit in die Höhe. Aber was ist eigentlich mit der Bauruine des „Monarch-Towers“ direkt neben dem Einkaufszentrum Alexa? Seit Jahren geht dort nichts voran, weil das russische Unternehmen aufgrund der Sanktionen gegen das Putin-Regime nach eigenen Angaben nicht an das notwendige Geld kommt.
Die für das Land Berlin zuständige Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) fordert aufgrund des Stillstands inzwischen eine Vertragsstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro, die die Monarch Gruppe allerdings nicht zahlen will. „Die BIM hat eine rechtmäßige Zwangsvollstreckung eingeleitet“, teilte eine Sprecherin dem Checkpoint.
Bald könnte jedoch deutlich mehr Bewegung in die Sache kommen. Nach Checkpoint-Informationen interessiert sich ein Investor für die Übernahme des Projekts. Dieser will aus dem Gebäude nicht wie ursprünglich geplant ein Wohnhaus, sondern ein Bürohochhaus machen – und dabei möglichst über die vorgesehenen 150 Meter hinausgehen. Die Bauverwaltung ist dem Vernehmen nach beim Thema Höhe sogar gesprächsbereit. Bedingung: Einige Wohnungen müssten dann doch bei rumspringen.