Berlins Kultursenator über Eintrittspreise: „Regeln des Marktes müssen auch am Clubeingang akzeptiert werden“
Ex-Türsteher Chialo kennt sich aus im Nachtleben. Die immer höheren Eintrittspreise der Clubs vergleicht er mit Flugreisen – man müsse sie sich halt leisten können. Von Christian Latz
Den obersten Türsteher der Stadt macht derweil Berlins neuer Kultursenator Joe Chialo (CDU): „Ich kann mir auch keinen Flug nach Hawaii buchen, wenn ich mir das nicht leisten kann. Und ich kann nur die Clubs besuchen, die ich mir leisten kann. Da müssen wir nüchtern bleiben“, schüttet er der Berliner Partyszene im Interview mit dem „Groove“-Magazin Wasser ins Sektglas. Die Regeln des Marktes müssten eben auch am Clubeingang akzeptiert werden. Klingt nicht ganz nach dem Sound, der Berlins Clublandschaft einst groß gemacht hat. Allerdings stellten sich damals auch unternehmerische Fragen von steigenden Mieten und Inflation noch nicht. Den Rausschmeißer-Song will Chialo für die Clubs der Stadt aber noch nicht auflegen. Nach neuen Räumen für die Szene werde gesucht. Und auch der „Kulturlärm“ soll dank Senatssegen seltener runtergeregelt werden müssen.