Absurde Tests und 100 Tage bis zur Zusage: Ist die Verwaltung selbst schuld, dass so viele Stellen unbesetzt sind?

Checkpoint-Leser berichten von übertriebenen Anforderungen und schwierigen Tests. Ein Sprecher der Finanzverwaltung stellt die Weiterentwicklung der Auswahlverfahren in Aussicht. Von Anke Myrrhe und Jessica Gummersbach

Absurde Tests und 100 Tage bis zur Zusage: Ist die Verwaltung selbst schuld, dass so viele Stellen unbesetzt sind?
Foto: imago images / Shotshop

Apropos Personalmangel: Ist die Verwaltung womöglich selbst schuld, dass so viele Stellen unbesetzt bleiben? Einige Checkpoint-Leser meinen: Ja. Nach unserer Meldung erreichten uns Erfahrungsberichte von übertriebenen Anforderungen, schwierigen Tests und langen Auswahlverfahren. Ein Sprecher der Finanzverwaltung, die auch für das Landespersonal zuständig ist, bleibt auf Checkpoint-Anfrage vage: Welche Tests zum Einsatz kommen, entscheide jede Dienststelle selbst, daher könne man keine Angaben zum Inhalt machen. Grundsätzlich würden Auswahltests „stetig weiterentwickelt und angepasst“: „Perspektivisch kann es daher gerade darum gehen, wie mit KI umgegangen wird.“

Vielleicht stellt die künstliche Intelligenz ja schneller ein: Zwischen Stellenausschreibung und Zusage lagen im Jahr 2023 (aktuellste Daten) durchschnittlich 100 Tage in der Hauptverwaltung, 107 Tage in den Bezirken. Gerade werde ein „landesweit einheitlicher Prozess“ zur Beschleunigung der Stellenbesetzungsverfahren abgestimmt. Berlin-Kenner wissen, was das heißt: Kann noch etwas dauern.