Ausgebüxtes Känguru in Berlin-Spandau: Bezirk räumt Versäumnisse ein

Erfrischend ehrlich arbeitet der Bezirk Spandau seine eigenen Versäumnisse im Fall des Ende September ausgebüxten Kängurus auf. Auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten June Tomiak, erklärt das Bezirksamt, dass es zwar gewusst habe, dass „seit mehreren Jahren“ in Kladow Wallabys gehalten werden. Eine Kontrolle seitens der unteren Naturschutzbehörde fand jedoch „erst kürzlich statt“.

Zwar ist die Haltung von Kängurus an sich in Berlin nicht genehmigungspflichtig. Das entsprechende Gehege allerdings schon. Diese Genehmigung gab es offenbar nicht, der Antrag „wird derzeit bearbeitet“, erklärt das Bezirksamt. Bleibt die Frage: Hat der Bezirk über Jahre wissentlich weggeschaut oder den Antrag über Jahre nicht bearbeitet? Denkbar wäre beides.