29-Euro-Ticket in Berlin: Anstieg der Abo-Zahlen – trotzdem naht Ende des Abo-Modells
Trotz steigender Abo-Zahl des Berliner 29-Euro-Ticket gilt dessen Abschaffung wegen Haushaltseinsparungen als sicher. Wann die Einstellung des Abo-Modells umgesetzt wird, bleibt offen. Von Daniel Böldt.
Wie sinnvoll das 29-Euro-Ticket ist, darüber besteht im politischen Berlin weitgehend Einigkeit (Franziska Giffey bestätigt die Regel). Dass das Ticket die notwendigen Einsparungen im Haushalt nicht übersteht, gilt als sicher. Die Frage ist, ab wann wird das Berlin-Abo eingestampft.
Die „BZ“ berichtete kürzlich, dass die schwarz-rote Koalition sich zumindest mal anschaue, was es bringen würde, das Ticket schon zum 1. November einzustellen (bestehende Kunden wären davon nicht betroffen, das Abo läuft zwölf Monate).
Im Haushalt waren für dieses und kommendes Jahr 450 Millionen Euro eingeplant, was für über eine halbe Million Abos reichen würde. Aktuelle Zahlen des VBB zeigen nun, dass die Abos zwar nur leicht, aber stetig wachsen. Von rund 118.500 im Juli auf rund 147.000 im August und schließlich auf rund 164.000 im September. Jedes Abo bezuschusst das Land mit 37,40 im Monat. Für Haushälter wäre es also durchaus attraktiv, den Spuk lieber früher als später zu beenden.