Desinfektionsmittelspender: die einen hui, die anderen pfui

CP-Leser Harald H. ist Arzt und war am Montag im Bürgeramt Zehlendorf in der Kirchstraße, um einen neuen Pass zu beantragen. Das klappte, nur war weit und breit kein Desinfektionsmittelspender zu sehen. Die kämen sicher bald, beschied ihm die Sachbearbeiterin in diesem achten Monat seit der ersten Coronawelle – und begann auf die Nachfrage hin pflichtschuldig mit der Desinfektion von Stift und Fingerabdruckscanner, was Herrn H. angesichts vorsorglich geschlossener Restaurants und Kulturstätten ratlos zurückließ. Eine CP-Nachfrage in mehreren Bezirken ergab für Charlottenburg-Wilmersdorf, dass in beiden Bürgerämtern Spender im Eingangsbereich stehen und der Wachschutz prüfe, dass nur Kunden mit Termin reinkommen. Mitte meldete einen bis zwei Spender pro Gebäude, die konsequent aufgefüllt würden, Neukölln sogar ein Exemplar in jedem Raum mit Publikumsverkehr. Aus Zehlendorf kam – hüstel! – keine Rückmeldung.