Vonovia

Anders die Verhältnisse auf dem Berliner Wohnungsmarkt: Da hat man meist Pech, wenn man sich die Miete nicht mehr leisten kann. Dazu kommt, dass das ein oder andere Wohnungsunternehmen versucht, mit zweifelhaften Methoden auch noch den letzten Euro aus den Mietern zu quetschen. Vorne dran: Vonovia.  

Zahlreichen Berlinern verschickte das Unternehmen in den vergangenen Monaten Mieterhöhungen, in denen es sich auf sogenannte wohnwerterhöhende Merkmale wie eine „gute ÖPNV-Anbindung“ oder eine „gute Nahversorgung“ bezog. Über das Urteil des Amtsgerichts Lichtenberg, dass diese Praxis für nicht rechtens erklärt hat, hatten wir bereits berichtet (CP vom 12. März).

Mittlerweile gibt es acht (!) weitere Urteile mehrerer Amtsgerichte, die das genau so sehen. Und was macht Vonovia? Das Unternehmen tut als wäre nix. „Die Urteile besitzen nur Aussagekraft für die einzelnen Mietverhältnisse“, teilte ein Sprecher dem Checkpoint mit. „Sie haben keine allgemeingültige Bedeutung.“ Klingt danach, als ob noch ein bisschen Arbeit auf das ein oder andere Amtsgericht zukommt.