Kältebus hilft Obdachlosen seit 30 Jahren
Nächster Halt: Zusammenhalt. Dieser Fahrplan gilt in jedem Winter beim Berliner Kältebus. Dieser ist, einst auch unterstützt von der Tagesspiegel-Spendenaktion „Menschen helfen!“, nun schon seit 30 Jahren in der Stadt unterwegs, um auf der Straße lebende Menschen vor dem Erfrieren zu retten. „In 30 Jahren wurde viel geschafft“, erzählt Barbara Breuer von der Stadtmission. Die Arbeit der Kältebusse sei professioneller und das Team größer geworden. Im vergangenen Winter hätten die drei Busse 1.580 obdachlose Menschen in Unterkünfte gebracht. In jeder Nacht kann der Kältebus gerufen werden unter der Telefonnummer 030 / 690 333 690.
Ein aktuelles Problem für die Kältehilfe ist laut Breuer, dass es in der Stadt keine barrierefreien Notunterkünfte gebe. Erst vorige Woche habe ein Kältebusfahrer deshalb drei Menschen im Rollstuhl nicht befördern können. „Es gab keinen Ort, wo er sie hätte hinbringen können. Das musste er sowohl den Menschen erklären, die den Kältebus gerufen haben, als auch den Menschen im Rollstuhl, die er nicht mitnehmen konnte.“ Die Sozialverwaltung ließ auf Nachfrage wissen, es gebe in Berlin durchaus barrierearme Unterkünfte. Eine eher erkenntnisarme Antwort.