Was im Triell der Kanzlerkandidaten gestört hat
In der Live-Sendung am Sonntag krachte es – nicht nur zwischen den drei Aspiranten. Neben den Pannen im Studio lag auch inhaltlich einiges schief. Ein Kommentar. Von Nina Breher
Beim gestrigen TV-Triell (ARD und ZDF) hat’s ordentlich gerumpelt – und damit sind nicht die sich beharkenden Kanzlerkandidaten gemeint (nachzulesen hier). Sondern die Störungen, die der live im TV ausgestrahlten Diskussionsrunde eine ganz eigene Ästhetik verliehen. Nach wenigen Minuten – noch bevor Baerbock feststellte, dass Scholz‘ Redezeituhr nicht stoppte, obwohl er längst nicht mehr sprach – polterte es laut. Baerbock: „Huppala, da fällt schon das Studio zusammen!“ Aber was polterte da nur? „Friedrich Merz beim Versuch, auch noch aufs Podium zu kommen“, mutmaßt Peter Wittkamp (Twitter). Klingt plausibel. Außerdem störend: die schiefen Vergleiche – Hans-Georg Maaßen mit Boris Palmer, die Linke mit der AfD, die Kosten zur Bekämpfung des Klimawandels mit dem Soli nach dem Ende der DDR-Diktatur.