So NS-belastet war die Berliner Justizverwaltung nach 1945

Ein Team von HU und FU hat intensiv zu NS-Kontinuitäten in der Senatsverwaltung für Justiz geforscht. Zentrale Erkenntnisse erklärt Teamleiter Prof. Jan Thiessen. Von Daniel Böldt

So NS-belastet war die Berliner Justizverwaltung nach 1945
Das „Nordsternhaus“ in Schöneberg beherbergt seit den 1950er Jahren Berlins Justizverwaltung. Foto: Schöning/Imago

Wie NS-belastet war die Berliner Justizverwaltung nach 1945? Dieser wichtigen Frage widmeten sich in den vergangen dreieinhalb Jahren Professor:innen und Student:innen der FU und HU. Die Ergebnisse werden heute Vormittag präsentiert. Zwei der zentralen Erkenntnisse des Forschungsprojekts hat Jan Thiessen, HU-Jura-Professor und einer der Projektleiter, dem Checkpoint vorab am Telefon verraten.

Zunächst: „Die NS-Belastung war in Berlin sehr viel geringer als im Bonner Bundesministerium der Justiz.“ Während in Berlin „nur“ knapp über zehn Prozent der Beamten vorher in der NSDAP aktiv waren, war es in Bonn mehr als jeder zweite.

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