Infektionsrisiko ungleich verteilt
Das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, ist über soziale Schichten hinweg unterschiedlich verteilt; knappes Einkommen, eine dichtere Bebauung und eine hohe Einwandererquote sollen einer Senatsstudie zufolge die wesentlichen Faktoren gewesen sein, die dazu geführt haben, dass bestimmte Berliner Viertel im vergangenen Jahr zu Corona-Hotspots wurden. Die Fallzahlen schwankten je nach Bezirk bis ums Dreifache. Neukölln, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg waren im Herbst 2020 am stärksten betroffen, während Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick die niedrigsten Inzidenzen aufwiesen. Die Studie zeige, „dass wir die soziale Frage und die Frage nach der öffentlichen Gesundheit ganz neu zusammendenken müssen“, kommentiert Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Damit Armut nicht auch noch krank macht.