Wie jodelt Berlin?
Holleri-du-dödel-di… Schweizer Jodeln ist seit vergangener Woche ein immaterielles Weltkulturerbe. Doch auch in Berlin erklingt der Oberton. „Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass nur in den Bergen gejodelt wird“, sagte Gesangslehrerin Ingrid Hammer dem Checkpoint. Sie gibt regelmäßig Kurse, die im Rathaus Schöneberg stattfinden. Loriot zu Ehren und ihren Schülern zur Freude: Der gemeinsame Gesang erhöhe die Oxytocinausschüttung und mache glücklich, sagt Hammer. Doch ob der Anmeldeboom der letzten Tage auf die UNESCO-Auszeichnung zurückzuführen sei oder auf ein kürzliches Konzert des Jodelchors, wisse sie nicht.
Und wie jodelt Berlin? „In den Workshops vermittele ich Globales Jodeln“, sagt Hammer. Neben Schweizer und in Österreicher Varianten auch Krimantschuli-Gesänge aus Georgien, Joiks aus dem ehemaligen Lappland, Yellis aus dem Urwald in Kamerun oder auch chinesische Bergrufe. „Ich denke, dieser Kulturenmix ist tatsächlich sehr berlinerisch.“