CDU blamiert sich mit Lamborghini-Aktion

Eine Wahlwerbeaktion der CDU in Neukölln geriet gestern zum Slapstick. Um Härte gegen kriminelle Clans zu demonstrieren, stellte Spitzenkandidat Kai Wegner einen geliehenen Lamborghini mit aufgeklebten Einschusslöchern auf die Hermannstraße, verscheuchte dafür noch schnell einen Händler, der gerade ausliefern wollte – und ließ die Luxuskarre abschleppen. Doch die Polizei stoppte die unangemeldete Aktion auf der Sonnenallee und leitete ein Strafermittlungsverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs ein – auf dem Nummernschild stand „B - ye Bye“.

Kleiner Gag am Rande: Wegner unterstützt die „Politik der Nadelstiche“ gegen die Organisierte Kriminalität (die betreibt der Senat) – genau das aber kritisierte die CDU im Parlament bisher stets als „Showaktion“.

Übrigens: Zwischen zwei TV-Terminen als Gesundheitsstadtrat eines außer Kontrolle geratenen Corona-Hotspots („Wir sind im absoluten Krisenmodus“) hatte auch Falko Liecke Zeit für die Clanerie seiner Partei. CDU-Innensenator soll aber im Fall eines Wahlerfolgs ein anderer werden: Dieter Romann, Chef der Bundespolizei (Q: „The Pioneer“). Ein Dienstwagen steht ja schon mal bereit. Und was bei der Aktion sonst noch hätte schiefgehen können, beschreibt Naomi Fearn für Abonnenten jetzt hier in den „Berliner Schnuppen“.