„Mir fehlen drei bis vier Minuten“

Drei rote Ampellichter waren nicht genug, um die Aufmerksamkeit eines 25-jährigen Mercedesfahrers zu wecken: Vor einem Jahr fuhr er an der Schlossbrücke in Charlottenburg eine Radfahrerin tot, die bei Grün die Fahrbahn querte. Seine Erklärung gestern vor Gericht: „Mir fehlen drei bis vier Minuten um den Unfall herum.“ (Q: BZ). Laut Gutachter war seine Ampel seit fünfeinhalb Sekunden rot und die Radfahrerin gut zu sehen. Wegen fahrlässiger Tötung wurde er zu 90 Tagessätzen à 100 Euro verurteilt; wegen der Vorstrafe endet auch seine begonnene Karriere als Feuerwehrmann. Die Radfahrerin war die sechste und letzte, die im vergangenen Jahr auf Berlins Straßen starb. In diesem Jahr starben bisher 17.