Wutweg-Tipps in Reinickendorf: Der Senat auf Bezirkstour im Berliner Norden

Bei einem Schulbesuch entdeckt der Berliner Senat eine Methode, um Streit zu schlichten. Kai Wegner findet: „So eine Brücke könnten wir auch in der Koalition brauchen.“ Von Anke Myrrhe.

Wutweg-Tipps in Reinickendorf: Der Senat auf Bezirkstour im Berliner Norden
Foto: dpa / Britta Pedersen

Vielleicht ging alles auch deswegen so schnell, weil der Rest des Senats gestern auf Tour de Reinickendorf war, begleitet von meinem Kollegen Valentin Petri (seinen Newsletter können Sie hier abonnieren), und der hat folgende herrliche Szene beobachtet:
 
Auf der Bezirkstour in Reinickendorf lernt der Senat neue Methoden für die nächsten Haushaltsverhandlungen kennen: Sozialarbeiterin Georgia Rauer erklärt an der Lauterbachschule im Märkischen Viertel die „Friedensbrücke“. In sechs Schritten sollen Schüler mit der Methode ihren Streit klären:
1. Was ist passiert?
2. Wie geht es mir?
3. Wie geht es dir?
4. Was wünsche ich mir?
5. Wozu bin ich bereit?
6. Und so machen wir es!

 „Gerade wenn die Kinder ganz aufgeregt sind, funktioniert das System gut“, erklärt die erfahrene Streitschlichterin. „So eine Brücke könnten wir auch in der Koalition brauchen“, schlägt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sogleich vor. „Ich brauch’s nicht, aber kenne da andere“, murmelt Innensenatorin Iris Spranger in sich hinein. Und Franziska Giffey? Erkundigt sich derweil nach Wutweg-Tipps.