In „DDR-Wundertüten“ aktuell erhältlich: Macht der Ost-Berliner Seifenschwamm dem Waschlappen Konkurrenz?

Noch verzeichnen Berlins Geschäfte kein gesteigertes Interesse an Waschlappen. Hat das vielleicht etwas mit der Ostalgie zu tun? Von Robert Ide

In „DDR-Wundertüten“ aktuell erhältlich: Macht der Ost-Berliner Seifenschwamm dem Waschlappen Konkurrenz?
Am besten abseifen kann man sich mit einem Seifenschwamm - erhältlich im ostdeutschen Erinnerungshandel. Foto: Robert Ide

Und damit zum nächsten Thema, das sich gewaschen hat: die führenden Duschköpfe der Nation. Die neueste politische Einlassung zum Wassersparen kommt von der FDP, der Oppositionspartei in der Bundesregierung. Für sie stellt Marco Buschmann fest: „Waschlappen haben in der Politik nichts verloren.“ Wen er damit meint, ließ der Bundesjustizminister offen.

Leicht hat es der Waschlappen nicht, wie eine Checkpoint-Umfrage im Handel ergab. Kaufland will zu den Verkäufen lieber „grundsätzlich keine Aussagen treffen“. Bei Edeka heißt es: „Einen merklichen Anstieg von Waschlappenverkäufen in den Berliner Märkten können wir nicht bestätigen.“ Vielleicht bevorzugen die Menschen sowieso einen Seifenschwamm. Dieses Netz für Kern- oder Duschseife, mit dem ich mich schon als Kind am Ost-Berliner Badeofen eingeschäumt habe und das jetzt wieder in so genannten „DDR-Wundertüten“ im ostdeutschen Erinnerungshandel erhältlich ist (zu sehen hier), wird hergestellt aus wasserabweisendem Polyamid und kratzt einen mehr als die FDP.

Weiche Waschlappen hat die künftige Schwammstadt Berlin auch zu bieten – zum Beispiel einen „mit 3-fach eleganten Viskosestreifen im Tuch und am Saum“. Der Waschlappen Berlinist bis 60 Grad waschbar und sogar „trocknerbeständig“. Perfekt für die nächsten Dürresommer unterm Gartenschlauch.