Kein Aufstand bei Berlins Grünen

Revolution vertagt? Ein parteiinterner Aufstand der Berliner Grünen blieb am Mittwochabend (in doppelter Hinsicht) aus. Zum einen scheiterte die Grüne Jugend im Landesausschuss mit ihrem Antrag für einen Sonderparteitag auf Bundeebene (auf dem sie den Asylkompromiss diskutieren wollte). 16 Berliner Delegierte stimmten dafür, 22 dagegen. Zum anderen schienen viele Grüne mit der bisherigen Wiederholungswahlanalyse erstaunlich zufrieden. Bis auf ein paar vereinzelte kritische Stimmen („keine Lehren gezogen“, „Wir reden über die Fehler der anderen“, „Auswertung nicht evidenzbasiert“) klopfte man sich vor allem eifrig auf die eigene Schulter. Sowohl für den Wahlkampf als auch für die – von außen betrachtet durchaus verhaltene – selbstkritische Aufarbeitung danach.