Sondierungstipps für Schwarz-Rot: Wegner und Saleh geben Ratschläge für Koalitionsverhandlungen
Mit Blick auf die sich formende Bundesregierung können zumindest die Koalitionspartner Wegner und Saleh hilfreiche Tipps für Schwarz-Rot geben. Klappt in Berlin doch auch. Von Ann-Kathrin Hipp und Sönke Matschurek.
Wohlwissend, dass Deutschland schnell eine neue Regierung braucht, sondieren SPD und CDU diese Woche weiter. Wie man die beiden Parteien zusammenführt, haben in der Vergangenheit u.a. CDU-Chef Kai Wegner und SPD-Fraktionschef Raed Saleh vorgemacht. Irgendwelche Tipps? „Es braucht einen langen Atem, Hartnäckigkeit und viel Geduld“, sagt Saleh auf Checkpoint-Anfrage. „Man darf der CDU nichts schenken.“ Und zur Regierungsarbeit: „Hinter verschlossenen Türen darf es ordentlich scheppern. Das muss es sogar. Aber nach außen hin darf man die Menschen nicht durch unnötigen Streit verwirren.“ Kai Wegner ergänzt: „Man muss auch gönnen können.“
Aber was, wenn die koalitionsinterne Ruhe das größte Plus bleibt? „Nach mehr als eineinhalb Jahren im Amt gibt es nur wenige Vorhaben, die Schwarz-Rot in Berlin umgesetzt hat“, analysiert Kollege Christian Latz (T+). „Auch für die restliche Legislaturperiode stehen außer der Verwaltungsreform und der weiteren Konsolidierung der Landesfinanzen keine großen Vorhaben mehr auf dem Zettel.“