Taktausfälle bei der Berliner U-Bahn: Die BVG kämpft mit Krankheiten und Fahrermangel

Die Verkehrsbetriebe stellen die Geduld ihrer Passagiere stark auf die Probe. Es ist Erkältungssaison. Aber bei diesem Personalengpass wird es nicht bleiben – bis 2027 müssen 10.000 Stellen neu besetzt werden. Von Christian Latz

Taktausfälle bei der Berliner U-Bahn: Die BVG kämpft mit Krankheiten und Fahrermangel
Das mag sogar die eine oder andere Taube verwirren - ist ja gar nichts los hier?! Foto: dpa

„Derzeit können wir Ihnen nicht alle Fahrten anbieten. Für die längeren Wartezeiten bitten wir um Entschuldigung“, schallt es aktuell fast täglich durch die U-Bahnhöfe der U8 (CP vom 2.11.) und anderer Linien. Die BVG stellt die Geduld ihrer Fahrgäste gerade auf die Probe. Nur scheint das die Verkehrsbetriebe kaum zu stören.

Kurzfristige Erkrankungen – wie in der Erkältungszeit häufig der Fall – können immer dazu führen, dass der Takt auf einer Linie vorübergehend nicht ganz so dicht ist“, sagt ein Sprecher. Mehr Krankheitsausfälle seien „um diese Jahreszeit weder ungewöhnlich noch BVG-spezifisch“. Habt euch mal nicht so, liebe Fahrgäste!

Nur hat sich das früher im Herbst eben nicht so deutlich in der Qualität niedergeschlagen. Heute aber kämpft die BVG mit einer „grundsätzlich angespannten Personalsituation“. Bis 2027 müssen die Verkehrsbetriebe 10.000 Stellen neu besetzen, heißt es in einem Bericht an das Abgeordnetenhaus. Unmöglich umzusetzen.

Nur den Kunden erzählt man lieber andere Geschichten. Wie im neuen Musical, das die BVG im Dezember in den Admiralspalast bringt. Eine „Liebesgeschichte zwischen der Straßenbahn Tramara und ihrem Fahrgast Alexander“. Aha. Die Tragödie spielt sich derweil an den Haltestellen ab.