Was sich nach der Ministerpräsidentenkonferenz für jeden ändert
Sehr gesittet wird inzwischen bei den Ministerpräsidentenkonferenzen miteinander gesprochen. Seit Olaf Scholz die Ergebnisse danach wie ein langsam wirkendes Narkotikum in unsere Köpfe injiziert, ist jede Spannung gewichen. Wo Angela Merkel technisch und detailreich sprach, redet einen Scholz in einen gemütlichen Nachmittagsschlaf hinein. Die einzige Botschaft gestern: „Jetzt aber gilt erst mal: Kurs halten." Wenn nur einleuchtend erklärt würde, wie der ausschaut, Kapitän. Die wichtigsten Ergebnisse der Runde:
+ Kostenlose PCR-Tests sollen wie angekündigt für Risikogruppen und die Mitarbeiter im Gesundheitswesen rationiert werden. Alle anderen müssen für „den Gold-Standard“ zahlen.
+ Es braucht außer bei Risikogruppen und im Gesundheitswesen künftig keinen PCR-Test mehr, um ein positives Schnelltestergebnis zu bestätigen. Es reicht ein zweiter positiver Antigen-Test.
+ Die Kontaktnachverfolgung wird ebenfalls auf Risikogruppen begrenzt – etwa auf Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen. Alle anderen sollen Kontakt selbst informieren oder die Corona-Warn-App nutzen.
+ Konkrete Öffnungsschritte sollen bei der nächsten Runde am 16. Februar besprochen werden – dann soll der Omikron-Scheitelpunkt erreicht sein.