Hier wird in Berlin am meisten gedreht
Ganz egal, ob in Mitte oder Charlottenburg: Berlin ist ein Hotspot für Dreharbeiten. Wo es die Filmschaffenden am meisten hinzieht, sehen Sie hier. Von Lotte Buschenhagen, Anke Myrrhe und Jessica Gummersbach
Was nur echte Insider wissen: Eigentlich ist die Stadt selbst der Star. Durchschnittlich fällt hier in der Region 15-mal täglich die Filmklappe (Q: Medienboard Berlin-Brandenburg). Zugegeben, bisschen Brandenburg ist da auch mit drin, aber das verschweigen wir hier wie immer genüsslich
und fragen lieber: Welche Berliner Kieze waren denn aus cineastischer Sicht im vergangenen Jahr besonders attraktiv?
Beim Filmbüro der Senatsverwaltung für Verkehr weiß man von knapp 1700 verkehrsrechtlichen Anordnungen sowie rund 320 allgemeinen Erlaubnissen für Filmdreharbeiten, eine Statistik über die beliebtesten Filmdrehorte führe man aber nicht. Das Medienboard verweist an die Bezirke. Dort ist einerseits zu erfahren, dass es eine bezirksübergreifend einheitliche Erfassung von Drehgenehmigungen nicht gibt (Überraschung!), aber die gefühlte Wahrheit wohl der Wahrheit entspricht: Am meisten gedreht wurde in Mitte (660 Drehgenehmigungen) und Charlottenburg-Wilmersdorf (404 Anträge zur Sondernutzung, 385 Filmsets mit insgesamt etwa 749 Drehtagen). Die meistgefilmten Ecken: Schiffbauerdamm, Kurfürstenstraße, Friedrichstraße, Olympischer Platz und Olympiastadion. Bei Filmemachern außerdem sehr gefragt: das vorübergehend geschlossene Hotel Savoy, der Hardenbergplatz, der Lietzenseepark und die Wohnstraßen im Westend – wegen der Berlin-typischen Häuser. Die würde man wohl auch in Friedrichshain-Kreuzberg finden, der Bezirk führt aber lieber gar keine Statistik.
Weniger beliebt sind Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf. Dort gab es im gesamten Jahr 2023 keine einzige Dreharbeit. Können Sie sich jetzt selbst ausmalen, welches Berlin-Bild in der Welt eher nicht gezeigt werden soll.