Was tut die Umweltverwaltung gegen Schäden durch Tausalz?

Seit Freitag können in Berlin auch Gehwege ausnahmsweise wieder mit Tausalz bestreut werden. Das macht zwar kaum einer, weil es gegen dicke, geschlossene Eisdecken ohnehin nichts bringt und Salz zudem gerade ein knappes Gut ist. Dennoch drängt Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) weiterhin darauf, Tausalz in den kommenden Wintern ganz regulär einsetzen zu können.

Das wiederum kommt beim Berliner BUND gar nicht gut an – schließlich gebe es einen Grund, warum das vor vielen Jahren verboten wurde. „Salz ist für Bäume pures Gift, das sie zusätzlich zu den Belastungen der Klimakrise extrem stresst“, schimpft das Naturschutzbündnis und fordert vom Senat ein „Pflegeprogramm“ aus intensivem Wässern und Dünger,für den Fall, dass doch vielerorts Salz zum Einsatz kommt.

Die Umweltverwaltung bestätigt indirekt mögliche Baumschäden und teilte gestern mit, dass das tägliche Glatteis-Meeting mit BSR und Bezirken auch genutzt werde, „um mögliche Folgen der Bekämpfung der aktuellen Situation“ zu koordinieren. „Um Schäden an Stadtbäumen gering zu halten, besteht die Möglichkeit, durch intensives Wässern noch vor dem Laubaustrieb Auftaumittel in tiefere Bodenschichten zu verlagern.“ Wer das machen wird, verriet die Umweltverwaltung allerdings nicht.