Das Blech der Woche: Der Bundesgesundheitsminister und sein Berlin-Bashing.

Wahlkampf treibt zuweilen seltsame Blüten, wie Spahns Mitte-Äußerung belegt. Ob der Gesundheitsminister wieder zur Mitte zurückfindet? Von Ann-Kathrin Hipp.

Das Blech der Woche: Der Bundesgesundheitsminister und sein Berlin-Bashing.
Foto: Christoph Soeder/dpa

Fehlt nur noch Blech: Das hätte sich in dieser Woche eigentlich der Berliner Senat verdient, der mit seiner „2-G-Regelung“ mal eben die Kinder aus dem alltäglichen Leben ausgeschlossen hatte. Da die Entscheidung allerdings noch korrigiert wurde, verzichten wir an dieser Stelle auf die Auszeichnung und verleihen das Blech stattdessen an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der Grund: billiges Berlin-Bashing. „Die SPD will aus Deutschland Berlin-Mitte machen“, sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichen Interview mit der „Welt“. Dass das irgendwie eine quatschige Aussage ist, scheint er immerhin relativ fix gemerkt zu haben. „Mitte heißt: respektieren, zuhören, verstehen. Aber Mitte heißt auch: argumentieren, diskutieren, Kompromisse finden - und ja, wenn nötig, auch mal dagegenhalten. Das ist unsere Leitlinie als Volkspartei. Das ist unser Weg der Mitte“, schrieb er schon am Freitag via Twitter. Amen.