Giffey solidarisch mit US-Wissenschaftlern: „Wenn Harvard umfällt, hat das eine verheerende Wirkung“
Die freie Wissenschaft ist eine Grundfeste der Demokratie, so Giffey. Sie bekundet Berlins Solidarität mit den Wissenschaftlern, die derzeit unter der Trump-Regierung leiden. Von Anke Myrrhe und Jessica Gummersbach.
Während in Berlin neue Exzellenzcluster an den Unis ausgerufen werden (wenn auch weniger als gewünscht und erwartet), will die US-Regierung der Eliteuni Harvard die Aufnahme von internationalen Studierenden verbieten.
„Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner in Berlin die freie Wissenschaft mitaufgebaut, weil sie wussten, dass das eine Grundfeste der Demokratie ist“, sagte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) dem Checkpoint am späten Abend. „Jetzt will sich Trump nicht nur Harvard unter dem Vorwand des Antiamerikanismus gefügig machen – er greift damit auch genau diese Grundfeste an und sägt zugleich an der Innovationskraft seines Landes.“ Wenn Harvard umfalle, dürfte das eine verheerende Wirkung auf andere Wissenschaftseinrichtungen nicht nur in den USA haben.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir das eines Tages sagen müssten, aber umso wichtiger ist es jetzt: Berlin steht ganz klar solidarisch an der Seite seiner Partner in der amerikanischen Wissenschaft, die jetzt unter der Trump-Regierung zu leiden haben.“