Finanzverwaltung bremst Sprangers Beförderungspläne

Berlins neue Innensenatorin hatte mehr als 900 Stadtangestellten den Karriereaufstieg versprochen – nun macht ihr die Haushaltsaufsicht einen Strich durch die Rechnung. Von Lorenz Maroldt

Finanzverwaltung bremst Sprangers Beförderungspläne
Berlins neue Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kommt mit ihrem Antrittsgeschenk nicht so einfach durch. Foto: Emmanuele Contini/Imago

Iris Spranger hat Probleme mit ihrem Antrittsgeschenk: Mehr als 900 Polizisten und Feuerwehrleuten hatte die neue Innensenatorin am 13.01. schriftlich eine Beförderung versprochen – Vollzug: „sehr bald“. Zwar gilt derzeit die „vorläufige Haushaltswirtschaft“ mit weitreichenden Einschränkungen, weil das alte Parlament vor der Wahl keinen gültigen Haushalt mehr aufgestellt hat. Aber darüber wollte sich Spranger hinwegsetzen – „den Empfehlungen der Senatorin folgend“ würden die Verwaltungsvorschriften „kein grundsätzliches Verbot“ vorsehen. Jetzt stellt sich heraus: Die Finanzverwaltung sieht das anders, ganz anders – und hat Spranger über ihre Vorbehalte sogar bereits am 28.12.21 schriftlich in Kenntnis gesetzt. Dem Checkpoint bestätigte das Haus des neuen Finanzsenators Daniel Wesener: Langfristige Verpflichtungen stehen derzeit unter „engen Vorbehalten“ – „Beförderungen sind darum nicht bzw. nur in besonderen Ausnahmefällen möglich“. Erst wenn ein neuer Haushalt verabschiedet ist, „können wieder regulär Beförderungen vorgenommen werden“.