Wegner in Windhoek, Teil 2
Gern zur Revue gekommen wäre auch Kai Wegner, doch der befindet sich bekanntlich gerade in Namibia. Für seine Delegation gab es am Donnerstagvormittag gute Nachrichten: Die verloren gegangenen Koffer kamen endlich an. Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel konnte noch während des Besuchs des Windhoeker Polizeihauptquartiers endlich in ihre Uniform schlüpfen. So ausgestattet ging es anschließend zu einem Treffen mit Namibias Innenministerin Lucia Iipumbu. Für sie gabs vom Regierenden als Geschenk eine Bürotasse – natürlich von der Königlichen Porzellan-Manufaktur – überreicht mit den Worten „Ich hoffe, Sie können den einen oder anderen Tee daraus trinken.“
Einen eingeschenkt hat Wegner selbst aus der afrikanischen Ferne seinem Lieblings-Parteivorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der zuvor Migranten als „Problem im Stadtbild“ ausgemacht hatte. „Berlin ist eine vielfältige, internationale und weltoffene Stadt. Das wird sich immer auch im Stadtbild abbilden“, sagte der Regierende. Zwar gebe es in Berlin ein Problem mit Kriminalität und Müll. „Aber das kann man nicht an der Nationalität festmachen.“
Einmal auf Touren beim unionsinternen Streit gönnte sich Wegner später bei der Frage nach Deutschlands Start-up-Hauptstadt noch einen Seitenhieb auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). War bestimmt mysteriös für die namibischen Studierenden, vor denen er die Rede hielt.