Bergius-Schule kommt nicht zur Ruhe
Wenig Hoffnung gibt es offenbar für die Bergius-Schule in Friedenau. Nach dem Brandbrief Ende November (hier im Wortlaut), kommt die Schule nicht zur Ruhe. Zeugenberichten zufolge musste gestern eine Hundertschaft der Polizei anrücken, um einen Siebtklässler zu schützen. Dieser sei von Jugendlichen mit Messern, Baseballschlägern und Schlagringen angegriffen worden und in einen naheliegenden Supermarkt geflohen. Die Angreifer liefen hinterher und riefen: „Ich stech‘ dich ab, ich stech‘ dich ab!“. Der Siebtklässler flüchtete ins Lager. Ab heute soll es dort einen Wachschutz geben.
Die Angreifer seien schulfremd gewesen, zeitweise sollen sich rund 90 Jugendliche im Umkreis der Schule „zusammengerottet haben“, heißt es in einem Schreiben aus dem Kollegium, das dem Checkpoint vorliegt. Eine Bestätigung der Polizei gab es am Abend nicht mehr.
Da eine Fortsetzung des Konflikts am heutigen Schultag zu befürchten sei, „möchten wir das gesamte Kollegium um besondere Aufmerksamkeit bitten: Schließen Sie bitte beide zum Schulhof führenden Außentore ab, damit sie nicht einfach aufgedrückt werden können“, heißt es in dem Schreiben. „Führen Sie bitte konsequent zu Unterrichtsbeginn eine Anwesenheitskontrolle durch, lassen Sie Schüler und Schülerinnen nur, wenn unbedingt nötig, während des Unterrichts zur Toilette und notieren Sie diese Abwesenheitszeiten. … Ab 07.15 Uhr wird die Polizei vor der Schule präsent sein.“
Fast zwei Monate sind seit dem Brandbrief vergangen. Und die Situation scheint der Schule nun völlig zu entgleiten.