Sichere Solidarität: Diese Berliner Bezirke pflegen Partnerschaften zur Ukraine

Charlottenburg-Wilmersdorf ist solidarisch verbunden mit dem Kiewer Kulturbezirk Petschersk und Steglitz-Zehlendorf mit der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw. Von Robert Ide.

Sichere Solidarität: Diese Berliner Bezirke pflegen Partnerschaften zur Ukraine
Foto: Imago/Steinach

Am Mittwochabend erstrahlte das Brandenburger Tor in ukrainischen Farben (zu sehen hier). Ein Lebenszeichen in Richtung Kiew, das seltsamerweise noch keine Partnerstadt von Berlin ist. Immerhin zwei Berliner Bezirke unterhalten partnerschaftliche Beziehungen zur Ukraine – Charlottenburg-Wilmersdorf zum Kiewer Kulturbezirk Petschersk und Steglitz-Zehlendorf zur zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw. Ende der 90er Jahre strebte auch das damals noch eigenständige Prenzlauer Berg eine Partnerschaft mit Jalta auf der damals noch freien Halbinsel Krim an. Doch als die Regierung dort zurücktrat, kam die Partnerschaft nicht zustande, wie das Bezirksamt Pankow dem Checkpoint schreibt. Inzwischen ist die Krim von Russland annektiert.

Die anderen beiden Bezirke sind weiterhin für die Ukraine aktiv. Die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf zeigte jetzt in einer gemeinsamen Resolution „seine Solidarität“ mit Kiew. Und aus Berlins Südwesten schreibt Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) einen Brief an den Oberbürgermeister der ukrainischen Partnerstadt Charkiw. „Die Souveränität des unabhängigen ukrainischen Staates steht für uns außer Frage”, heißt es darin. Die Bedrohungen Russlands seien „ein furchtbarer Zustand“ und als Bezirk „möchte ich Sie unserer Solidarität versichern“. Im Sommer sei eine Begegnung von Musikerinnen und Musikern beider Partnerstädte in Berlin geplant. Schellenberg schreibt: „Ich hoffe, dass wir damit gemeinsam ein deutliches Zeichen für unseren Zusammenhalt setzen können.”