Wieder Ausschreitungen bei Palästina-Demo

die Sonne kehrt wieder und das tröstet ein wenig über die verhangene Stimmung in diesen Tagen hinweg. Denn Berlin erinnert sich zurück an Jahrestage, die es bestenfalls niemals gegeben hätte, die aber die Welt und unsere Stadt geprägt haben und weiterhin prägen.

Der Jahrestag des Massakers der Hamas in Israel war in Berlin wieder einmal überdeckt von selbst ernannten pro-palästinensischen Demonstrationen, die sich wie zuletzt schon oft als Paraden antisemitischen Hasses entpuppten. Am Montagabend flogen am Südstern Flaschen, Feuerwerk und Hassparolen – mittendrin die früher einmal angesehene Umweltaktivistin Greta Thunberg mit Palästinenser-Tuch. Die Polizei musste den gewaltvollen Aufzug auflösen, doch die Feuer-Randale ging auf der Sonnenallee weiter. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) fand die richtigen Worte: „Was nützt es einem Kind im Gazastreifen, wenn Steine auf Polizeibeamte in Berlin fliegen?“

Mehr Menschen immerhin beteiligten sich gestern am Gedenken für die Opfer des Hamas-Terrors in der Gedächtniskirche und in der Jüdischen Gemeinde. Hier wurde für Frieden für Menschen aller Regionen und Religionen geworben. Ein ermutigendes Zeichen – ebenso wie ein überraschend klares Bekenntnis aus dem linken Spektrum.

Der langjährige Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch benannte Opfer und Täter in ungewohnter Klarheit, als er gestern twitterte: „Der 7. Oktober 2023 markiert eine neue Qualität des Terrors gegen Israel. Seit der Shoa sind nicht mehr so viele Jüdinnen und Juden ermordet worden. Eine sofortige Schlussfolgerung Deutschlands hätte eine radikale Abkehr von der bisherigen Iran-Politik sein müssen. Der Wissens- und Technologieexport in den Iran hätte umgehend gestoppt werden müssen, denn die Ingenieure hinter den Hamas-Bomben haben ihr Know-how aus dem Iran.“ In die Zukunft gerichtet schreibt Bartsch: „Die unangreifbare Sicherheit Israels ist die Mutter für Frieden im Nahen Osten und letztlich Garant für eine Zwei-Staaten-Lösung. Wenn die Erinnerung verblasst, hat die Barbarei gesiegt. Nie wieder ist jetzt!“

Wann begreifen das endlich auch die aktivistischen Menschen auf den Straßen, die sich angeblich für die leidende palästinensische Zivilbevölkerung einsetzen, dabei aber die Berliner Zivilbevölkerung mit immer mehr Hass und Gewalt terrorisieren?