Sommer, Sonne, Krankenschein: Immer mehr Arbeitsausfälle wegen Hitze

Berlins Hitzefolgen zeigen sich nicht nur im Klima, sondern auch in der Statistik: Immer mehr Menschen melden sich arbeitsunfähig. Jetzt wird ein „Zugutwettergeld“ gefordert – als Ausgleich für heiße Tage. Von Daniel Böldt.

Sommer, Sonne, Krankenschein: Immer mehr Arbeitsausfälle wegen Hitze
Credit: dpa/Jens Kalaene

Dieser wechselhafte Sommer war sicher nicht das beste Beispiel: Doch auch Berlin bekommt die Folgen des Klimawandels immer deutlicher zu spüren. So haben sich die Fälle von Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Hitze und Sonnenlicht in den vergangenen drei Jahren nahezu verdoppelt (im Vergleich zum Zeitraum 2015 bis 2017). Das geht aus Zahlen der AOK-Nordost hervor, die der Linken-Politiker und Arbeitsrechtler Damiano Valgolio angefragt hat. Sein Verbesserungsvorschlag für die stark betroffene Baubranche: Der Senat solle sich beim Bund dafür einsetzen, dass das sogenannte „Schlechtwettergeld“, das Bauarbeitenden bei wetterbedingten Arbeitsausfällen einen Teil des Lohns sichert, auch bei Hitzetagen greift. Als neuen Namen schlagen wir vor: „Zugutwettergeld“.