Technisches Hilfswerk baut ehrenamtlich Impfzentren auf
Um Berlin aus der Corona-Krise zu bekommen, engagieren sich viele Menschen täglich. Etwa, wenn sie mit dem THW Impfstationen „aus dem Boden stampfen“. Von Robert Ide.
Berlins zu wenig bekannte Helfer arbeiten ehrenamtlich. Das Technische Hilfswerk etwa baut mit ihren und seinen Freiwilligen wochenendweise Impfzentren in Kiezen auf, in denen Menschen ohne Anmeldung und Termin behandelt werden können. „Das THW war in Berlin an zwölf Einsätzen mit 200 Einsatzkräften beteiligt und hat hierbei die Schwerpunktimpfaktionen begleitet“, teilt das Hilfswerk auf Checkpoint-Anfrage mit. Los ging es Anfang Juni in Marzahn, wo am Otto-Rosenberg-Platz an drei Tagen in einem in Stunden hochgezogenen Zentrum insgesamt 2.670 Impfdosen verabreicht wurden. Der Andrang war so groß, dass für den letzten Tag schnell noch Vakzine nachgeordert wurden.
„Ich möchte allen Beteiligten danken, die in kürzester Zeit so ein gut funktionierendes Impfzentrum förmlich aus dem Boden gestampft haben“, sagte hinterher Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke). Am nächsten Wochenende steht schon die nächste Aktion im östlichen Neubaubezirk an. Das THW packt wieder mit an und schickt seine Ortsverbände Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. In Krisenzeiten kann sich Berlin aufeinander verlassen – und auf sein Hilfswerk der helfenden Hände.