Berliner Asta enttäuscht von Entlastungen
Hohe Energiepreise wegen Putins Krieg betreffen Studierende offenbar nicht – im Entlastungspaket kommen sie jedenfalls nicht vor. Der Asta der TU ist frustriert. Von Lotte Buschenhagen und Anke Myrrhe
Aber zurück zu den Entlastungen – die zwar in Gießkanneform kommen, aber leider nicht für alle gelten. Was ist eigentlich mit dem Semesterticket, für das Berliner Studis – alternativlos und auch in Hochphasen der Pandemie – knapp 200 Euro hinblättern müssen? Nobody knows: Wie das Ticket betroffen ist, sei „absolut noch nicht abzusehen“, sagte ein VBB-Sprecher dem Checkpoint und verweist auf laufende Prüfungen. (Jaja, irgendwelche Prüfungen sind ja immer…)
Es müsse eine Regelung für das Ticket folgen, fordert der Asta der TU. „Mehr als zwei Millionen Studierende beziehen deutschlandweit in einem Solidarmodell das Semesterticket“, sagte ein Sprecher dem Checkpoint. „Wenn die aus so einer Förderung rausfielen, wäre das sehr misslich.“ Studierende würden von dem Entlastungspaket überhaupt weitgehend übergangen. „Das ist natürlich enttäuschend“, sagte der Asta-Sprecher, „aber sagen wir es mit einem gewissem Zynismus und der Erfahrung aus zwei Jahren Pandemie: Dass diese Gruppe vergessen wird, ist nichts Neues.“
Noch am Mittag schrieb die SPD übrigens großspurig auf ihrer Webseite: „Für die Männer und Frauen an den Universitäten ist die Vergünstigung des ÖPNV ein echter Mehrwert, da in den Metropolen der ÖPNV gut funktioniert (Anmerkung der Redaktion: sic!).“ Der Eintrag ist mittlerweile gelöscht.