„Hauptfeind immer noch im eigenen Land“: Berlins Linksjugend schießt weiter gegen Nato und Baerbock

600 Menschen demonstrieren vor der russischen Botschaft gegen den Ukraine-Krieg. Und was macht derweil Berlins Linksjugend? Wettert gegen Nato und Baerbock. Von Ann-Kathrin Hipp.
 

„Hauptfeind immer noch im eigenen Land“: Berlins Linksjugend schießt weiter gegen Nato und Baerbock
Foto: IMAGO/Steinach

Weitestgehend hilflos blicken die in Berlin lebenden Ukrainer:innen auf ihre Heimat („Als Ukrainerin im Ausland zu sein, fühlt sich gerade sehr einsam an“ / „Meine Familie sagt zu mir: Wir werden für unser Land kämpfen – selbst wenn es nur mit Stöcken und Küchenmessern ist“). Um zumindest ein Zeichen zu setzen, haben sich am Dienstagabend rund 600 Menschen vor der russischen Botschaft versammelt, um gegen Putins Einmarsch zu protestieren. Unter den Teilnehmer:innen waren neben SPD-Chefin Saskia Esken, Berlin-CDU-Chef Kai Wegner und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) die Nachwuchsorganisationen von CDU, FDP, SPD und Grünen. Wer fehlte? Berlins Linksjugend. „Der Hauptfeind steht immer noch im eigenen Land!“, twitterte die lieber; illustriert mit einem Foto der deutschen Außenministerin. Wer weniger sinnlosen Senf lesen (oder schreiben) will, dem seien an dieser Stelle ein paar Tagesspiegel-Analysen zur aktuellen Lage ans Herz gelegt:

1) Die Anerkennung der Rebellengebiete ist für Putin womöglich nicht der letzte Schritt. Im Westen haben viele Politiker den russischen Präsidenten falsch eingeschätzt. Die Chronologie einer angekündigten Eskalation.

2) Wladimir Putin – Spion, Zar, Killer: Wie tickt der Mann, der in Europa Krieg führt?

3) Angriffsängste, Unwahrheiten, Geschichtsverdrehung: Putins historische Rede im Faktencheck.

4) „Es ist die bedrohlichste Situation, die ich je erlebt habe“: Zehn Ukrainer erzählen, was Putins Kriegserklärung für sie bedeutet.

5) Der Bund stoppt die Zertifizierung von Nord Stream 2, Russland droht mit hohen Gaspreisen. Welche Folgen hat der Konflikt für Verbraucher und Wirtschaft?

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